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Abrechnungs-Update: Hygienemaßnahmen

Arztspezifische Hygienepauschale geschaffen

Für Zahnärzte, MKG-Chirurgen und Kieferorthopäden (lt. BZÄK) gibt es bereits seit Anfang April eine sog. „Hygienepauschale“ (GOZ 3010a) für den erhöhten Hygieneaufwand in der Praxis.

Am 07. Mai 2020 wurde nun auch eine arztspezifische Hygienepauschale geschaffen:
Ziff. 245 analog, Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie, je Sitzung.

Die Regelung gilt rückwirkend zum 5. Mai 2020 und zunächst bis zum 31. Juli 2020.

Die Bundesärztekammer hat für die Berechnung von ärztlichen Leistungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie Erläuterungen herausgegeben.

Bitte beachten Sie: wenn diese Ziffer abgerechnet wird, kann keine weitere Leistung aufgrund von erhöhtem Hygieneaufwand gesteigert werden.

Alternativ kann der Schutz vor Corona, der auch in der Arztpraxis Zeit und Ressourcen kostet, über die Faktorsteigerung bei den einzelnen Leistungen nach den in § 5 GOÄ genannten Kriterien abgebildet werden, wenn die Ausführung der Leistungen tatsächlich durch die Covid-19 Hygienemaßnahmen erschwert sind.

Der MKG-Chirurg hat damit in Abhängigkeit der operativen Hauptleistung und Rechnungsstellung Zugriff auf die jeweilige Hygieneziffer aus GOÄ oder GOZ. Erstellt er die Rechnung wegen der erbrachten Hauptleistung nach den Vorgaben der GOZ, ist die GOZ 3010a als Hygienepauschale berechnungsfähig. Erstellt er die Rechnung wegen der erbrachten Hauptleistung nach den Vorgaben der GOÄ, ist als Hygienepauschale die GOÄ 245a berechnungsfähig.

Zu allen weiteren abrechnungsrelevanten Details können Sie sich in unserem ausführlichen Beitrag informieren.

Für eine individuelle Beratung zu Ihrer Abrechnung kontaktieren Sie gerne unser Expertenteam.

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