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Corona: „Kleiner“ Schutzschirm 2021

Auch für das Jahr 2021 hat der Bundestag Regelungen für einen finanziellen Schutzschirm für die Arztpraxen vorgesehen, sofern pandemiebedingt Umsatzeinbußen entstehen (sog. EpiLage-Fortgeltungsgesetz). Zwar gilt das Gesetz sowohl für extrabudgetäre Leistungen als auch für die budgetierten Leistungen aus der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung. Im Unterschied zu den Schutzschirm-Regelungen, die im Jahr 2020 gegolten haben, sind die Krankenkassen jedoch nicht verpflichtet, sich an den Ausgleichszahlungen für die extrabudgetären Leistungen zu beteiligen.

Das heißt, dass die Ausgleichszahlungen im Jahr 2021 voraussichtlich vollständig aus der Morbiditätsbedingten Gesamtvergütung finanziert werden. Die Regelungen hierzu müssen von den Kassenärztlichen Vereinigungen in den landesspezifischen Honorarverteilungsmaßstäben noch getroffen werden.

Wir werden Sie hierüber informieren!

  • Regionale Umbrüche in der Honorarverteilung

    Im Jahr 2021 finden in einigen KV-Regionen in Folge der Corona-Pandemie Sonderregelungen Anwendung. Dies betrifft insbesondere die KV-Regionen, die bei der Ermittlung der Budgets normalerweise auf die Leistungsmengen des Vorjahresquartals abstellen (bspw. KV Baden-Württemberg, KV Rheinland-Pfalz). Ein weiteres Beispiel ist die KV-Region Bayern, in der die Fallzahlzuwachs-Begrenzungsregelung für die Quartale 1/2021 und 2/2021 ausgesetzt worden ist.

    Prüfen Sie Ihre Abrechnung vor diesem Hintergrund sorgfältig und haben Sie Ihre Zeitprofile im Blick.