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Neu: Pflichtangabe der Dosierung auf Arzneimittelrezepten

Änderung der Arzneimittelverschreibungsordnung (AMVV)

Aufgrund einer Änderung der Arzneimittelverschreibungsordnung (AMVV) müssen Ärzte ab dem 1. November 2020 die Dosierung auf Rezepten für verschreibungspflichtige Arzneimittel angeben. Auf dem Arzneimittelrezept erfolgt softwaregestützt der Aufdruck der Dosierung (bspw. ≫0-0-1≪) hinter dem verordneten Produkt am Ende der Verordnungszeile. Seit 1. Oktober 2020 muss Ihre Verordnungssoftware diese Pflichtfunktion umsetzen können.

  • Bitte beachten Sie: Liegt ein Medikationsplan vor, entfällt die Dosisangabe auf dem Rezept. Sie müssen dann lediglich kennzeichnen, dass dem Patienten einen Medikationsplan oder eine schriftliche Dosierungsanweisung mitgegeben wurde. Dies machen Sie kenntlich, indem Sie das Kürzel „Dj“ an das Ende der Verordnungszeile setzen (Dj ≙ Dosierungsanweisung vorhanden: ja).

Aus Gründen der Arzneimitteltherapiesicherheit wird eine Dosierungsanweisung übrigens auch für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel empfohlen. Dies ist aber nicht verpflichtend.

Ausgenommen von der Neuregelung sind weiterhin Verordnungen, die unmittelbar an Ärzte abgegeben werden, wie zum Beispiel für den Sprechstundenbedarf.

Bei der Verordnung von Betäubungsmitteln ist laut Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) weiterhin die Angabe einer Gebrauchsanweisung mit Einzel- und Tagesgabe verpflichtend notwendig. Für den Fall, dass dem Patienten eine schriftliche Gebrauchsanweisung übergeben wurde, erfolgt weiterhin der Hinweis „gemäß schriftlicher Anweisung“.

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