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Die optische Kohärenztomographie in der GOÄ

OCT korrekt abrechnen

Das bildgebende Verfahren der optischen Kohärenztomographie (OCT) wird im augenärztlichen Bereich vor allem zur Untersuchung der Netzhaut verwendet und ermöglicht eine frühzeitige Diagnostik von pathologischen Prozessen, bevor diese bspw. durch eine Verschlechterung der Sehstärke auffallen.

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) kennt für die (Angio-)OCT jedoch keine originären Ziffern. Daher müssen diese Leistung mit Analogien (§ 6 Abs. 2 GOÄ) abgebildet werden. Nach der amtlichen Empfehlung der Bundesärztekammer (BÄK) können Sie OCT wie folgt abrechnen:

Ziff. 424 analog, Optische Kohärenztomographie (OCT) des Auges, ggf. beids.

Gebühr 1-fach: 40,80 €
Gebühr 2,3-fach: 93,84 €
Gebühr 3,5-fach: 142,80 €

  • BFS-Tipp
    Werden im Rahmen der OCT mehrere Augenabschnitte dargestellt (z.B. bei einem Glaukom neben Netzhautschichten, retinaler Nervenfaserschichtdicke und Sehnerv auch der Kammerwinkel), kann der erhöhte Aufwand bei der Ziff. 424 analog mit einer höheren Gebühr bis zum 3,5-fachen Satz geltend gemacht werden. Die Begründung für den erhöhten Aufwand ist in der Rechnung anzugeben.

Ziff. 406 analog, Zuschlag für Angio-OCT des Auges zur Abbildung des Blutflusses, ggf. beids.

Gebühr 1-fach: 11,66 €

  • BFS-Tipp
    Mit der Ziff. 406 analog kann die Darstellung von Netzhaut- und Aderhautgefäße bzw. Gefäßproliferationen liquidiert werden. Für eine Einfärbung der ursprünglichen Graustufendarstellung der Netzhautschichten oder für eine farbige Hervorhebung von Messergebnissen kann jedoch die Ziff. 406 analog jedoch nicht geltend gemacht werden.

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