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Wie Selbstzahlerleistungen Ihre Praxis wirtschaftlicher machen

Generation 50 plus im Fokus erfolgreicher Praxen

Der niedergelassene Arzt erfährt Quartal für Quartal Honorareinbußen, obwohl seine Leistungen gegenüber dem gesetzlich versicherten Patienten zu 100% erbracht und einwandfrei dokumentiert wurden. Doch Budgetgrenzen, Wirtschaftlichkeitsprüfungen und eingeschränkte Tages- und Quartalsarbeitszeiten regulieren die kassenärztliche Vergütung. So erbringen Niedergelassene in der Regel mehr ärztliche Leistungen, als sie am Quartalsende von ihrer kassenärztlichen Vereinigung vergütet bekommen und bei vielen Praxen ist es leider üblich zum Ende des Quartals Abzüge in der Abrechnung vorzunehmen, um Regressdrohungen und Budgetüberschreitungen aus dem Weg zu gehen.

Daher erscheint es nicht nur sinnvoll, sondern überlebenswichtig, dass Praxen Selbstzahlerleistungen anbieten, um das „Unternehmen Praxis“ zukunftsfähig und wirtschaftlich aufzustellen. Studien belegen, dass das Gesundheitssystem ohne Zusatzeinnahmen durch Privatpatienten und Selbstzahler weitaus schlechter da stehen würde oder gar unterfinanziert wäre.

Um Mehreinnahmen durch Selbstzahlerleistungen zu erzielen, kann es für eine Praxis beispielsweise sinnvoll sein, sich mit den zusätzlich angebotenen Leistungen an eine bestimmte Patientengruppe zu richten.

Mehreinnahmen durch Selbstzahlerleistungen: Die Generation 50plus im Fokus

Eine Patientengruppe, die sich hierfür besonders eignet, ist die Gruppe der über 50jährigen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: 40 Prozent der Deutschen sind schon heute über 50 Jahre alt. In wenigen Jahren werden weit mehr als die Hälfte der Bundesbürger über 50 Jahre alt sein. 2035 wird Deutschland sogar die älteste Bevölkerung der Welt haben. Rein demografisch steckt hierin ein enormes Potential, insbesondere für Leistungen, die extrabudgetär vergütet werden. Denn vier von fünf aus der Gruppe der über 50jährigen sind ausgesprochen gesundheits- und schönheitsbewusst, leistungsfähig sowie qualitätsorientiert, häufig vermögend und zahlungskräftig. Somit stellen sie ein lukratives Privatklientel für ärztliche Sonderleistungen außerhalb der immer stärker reglementierten Kassenvergütungen dar.

Vorsorgezusatzleistungen für Best Ager

Viele der sogenannten „Best Ager“ schätzen das Erste-Klasse-Gefühl, die modularen Wahlmöglichkeiten und den Komfort. Themen rund um Naturheilmittel, Selbstmedikation, Nahrungsergänzung, Anti-Aging, Zahnimplantate, Sehhilfen oder gerontologische Hilfsmittel sind für die Generation 50plus besonders interessant. Sie möchten aktiv alt werden und sind bereit und in der Lage, dafür Geld auszugeben. Über 81% der „Best Ager“ in Deutschland bezeichnen ihre finanzielle Situation als „gut“ oder sogar als „sehr gut“. Sie wissen am ehesten, wie viel Geld ihnen monatlich zur Verfügung steht und setzen ihre Schwerpunkte in den Ausgaben bewusst.

Die meisten Zusatzleistungen, die auf Selbstzahlerbasis angeboten werden, dienen der Vorsorge und zielen damit genau auf die Bedürfnisse der Gruppe über 50 ab. Sie wirken plausibel, weil sie Krankheiten im Keim ersticken können. Vorsorgetests haben den zusätzlichen Charme, dass durch sie dem Arzt der Dank der Patienten gewiss ist. Denn wird bei dem Test nichts gefunden, ist der Patient erleichtert, und wird doch etwas gefunden, dann ist der Betroffene erleichtert, dass Schlimmeres verhindert wurde.

Eine Übersicht über Vorsorgezusatzleistungen haben wir Ihnen als Download bereitgestellt.

Achten Sie auf die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben 

Achten Sie bei individuellen Sonderleistungen darauf, die rechtlichen Vorgaben einzuhalten. Denn selbst wenn Sie die medizinische Leistung tatsächlich ordnungsgemäß erbracht haben, können die Patienten die Bezahlung verweigern, wenn Sie im Vorfeld die Vorgaben (hierzu zählen Aufklärung, Vertrag und Rechnung) nicht eingehalten haben. 

„Ein besonderes Augenmerk sollten Sie daher auf das schriftliche Einverständnis der Patienten legen. Achten Sie darauf, dass die Vereinbarung unbedingt vor der Leistungserbringung abgeschlossen wird“ sagt Sandra Straffi, Leiterin des Erstattungsservice für Ärzte und Chefärzte bei BFS health finance. „Versäumen Sie es auch nicht,  die Patienten über die anfallenden Behandlungskosten zu informieren und ihnen eine gewisse Bedenkzeit einzuräumen. Die Abrechnung der Zusatzleistungen erfolgt über die GOÄ unter Berücksichtigung all ihrer Spielregeln. Vermeiden Sie das Ansetzen von Pauschalen, denn das gehört zu den häufigsten Fehlern.“

Wir sind für Sie da: Patientenbefragung und IGeL-Check

Wir unterstützen Sie als BFS-Kunde gerne bei der richtigen Implementierung oder dem Ausbau Ihrer speziellen Sonderleistungen. Beispielsweise bieten wir Ihnen an, in Ihrer Praxis eine zielgerichtete Patientenbefragung durchzuführen, bei der wir Ihnen entsprechende Fragebögen zur Verfügung stellen und die Auswertung für Sie übernehmen. Oder sind Sie sich unsicher bei der Rechnungsstellung? Dann führen wir gerne auf Anfrage einen IGeL-Check durch, bei dem wir Ihre Rechnung auf Inhalt und Qualität überprüfen. Ihr BFS-Coach bespricht das Ergebnis mit Ihnen und händigt Ihnen ein Ergebnisprotokoll für die nächste Rechnungsstellung aus.

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Hier finden Sie eine Übersicht über die Vorsorgezusatzleistungen

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