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Abrechnungs-Update: Krankschreibung per Telefon

Telefonische Krankschreibungen sind kurzfristig wieder möglich

Der gemeinsame Bundesausschuss (GB-A) hat bekannt gegeben, dass befristet vom 19. Oktober bis vorerst zum 31. Dezember 2020 erneut eine Ausnahmeregelung für die Ausstellung von AU-Bescheinigungen nach telefonischer Anamnese gilt:

Versicherte mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die keine schwere Symptomatik aufweisen, dürfen für einen Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen auch nach telefonischer Anamnese krankgeschrieben werden. Hierzu muss sich die Ärztin/der Arzt persönlich durch eine eingehende telefonische Befragung vom Zustand der oder des Versicherten überzeugen.

Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung kann telefonisch für weitere 7 Kalendertage ausgestellt werden.

  • Der Beschluss des GB-A für diese Sonderregelungen tritt nach Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit und der Veröffentlichung im Bundesanzeiger mit Wirkung zum 19. Oktober in Kraft.

Abrechnung in den Praxen

Der Beschluss des GB-A enthält keine Angaben zur Abrechnung der Telefon-AU in den Praxen. Es ist daher zu erwarten, dass die Telefon-AU genauso abgerechnet wird, wie in März bis Juni 2020.

Das bedeutet konkret für Versicherte die ausschließlich telefonisch Kontakt mit ihrer Ärztin/ihrem Arzt hatten, dass für die AU-Bescheinigung per Telefonkontakt die GOP 01435 (haus- bzw. fachärztliche Bereitschaftspauschale) und für die Versandkosten die GOP 40122 abgerechnet werden.

Weitere Informationen und mehr Details zur Abrechnung und zum Umgang mit Telefon-AUs finden Sie in unserem ausführlichen Fachartikel. 

Für eine individuelle Beratung zu Ihrer Abrechnung sprechen Sie gerne unsere Expertenteams an!

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