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Ultraschall in der Schwangerschaft

Ab dem 1. Januar 2021 tritt das „Baby-Watching“-Verbot in Kraft

Am 1. Januar 2021 tritt die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) in Kraft, die u.a. ein Verbot für alle Wunsch-Ultraschallleistungen bei Schwangeren regelt, welche allein den Zweck haben, den Fötus anzuschauen ohne dass es hierfür eine medizinische Indikation gibt. Das Verbot gilt unabhängig von der angewendeten Ultraschallmethode (3D/4D).

  • §10 NiSV – Anwendung von Ultraschall an einer schwangeren Person
    Bei der Anwendung von Ultraschallgeräten zu nichtmedizinischen Zwecken darf ein Fötus nicht exponiert werden.

Das Anbieten von entsprechenden Wunschleistungen resp. IGeL ist also ab dem 1. Januar 2021 nicht mehr möglich. Denn sofern eine medizinische Indikation vorliegt, tritt bei allen privat- oder gesetzlich versicherten Patientinnen der Versicherungsfall ein.

Bitte beachten Sie: wird ein Fötus vorsätzlich oder fahrlässig per Sonographie exponiert, ohne dass ein medizinischer Zweck gegeben ist, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit die mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 € geahndet werden kann.

Andere Wunschleistungen

Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick, welche Wunschleistungen Sie Ihren Patientinnen in der Schwangerschaft weiterhin bspw. anbieten können:

  • Harmony-Test
  • Ersttrimester-Screening (ab dem 1. Januar 2021 ohne sonographische Nackenfaltenmessung!)
  • Streptokokken-Test
  • Zytomegalie-Test
  • Toxoplasmose-Test
  • Akupunktur vor der Geburt (v.a. zur Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden)

Tipps für die richtige Berechnung von Wunschleistungen/IGeL finden Sie in unserem ausführlichen Fachartikel. Für eine Beratung zu Ihrer individuellen Abrechnung sprechen Sie uns jederzeit gerne an.

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