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Abrechnungs-Update: Ziffer 3 GOÄ für längere telefonische Beratungen

Wie schon zu Beginn der COVID-19-Pandemie wurde die erweiterte telefonische Beratung im privatärztlichen Bereich ab dem 17.11.2020 und zunächst befristet bis zum 31.12.2020 wieder ermöglicht. Die Bundesärztekammer hat die Rahmenbedingungen für die Abrechnung in einer Gemeinsamen Abrechnungsempfehlung veröffentlicht.

Die Ziffer 3 GOÄ ist im Zusammenhang mit der Pandemie unter folgenden Voraussetzungen je vollendete 10 Minuten abrechnungsfähig:

  • Das Aufsuchen der ärztlichen resp. psychotherapeutischen Praxis ist pandemiebedingt nicht möglich oder zumutbar
  • Eine Videosprechstunde kann nicht durchgeführt werden
  • Die Patientenversorgung ist auf andere Art und Weise nicht möglich
  • Dokumentation
    Dokumentieren Sie diese Umstände sorgfältig in der Patientenakte, um möglichen Nachfragen der Kostenträger begegnen zu können.

Die Mehrfachberechnung der Ziffer 3 ist auf folgende Zeitintervalle begrenzt worden:

  • höchstens viermal je Sitzung
  • höchstens viermal je Kalendermonat

Bitte beachten Sie: eine Überschreitung des 2,3-fachen Gebührensatzes kommt mit der Begründung des zeitlich bedingten Mehraufwandes bei der Ziffer 3 nicht in Frage, da dieser Umstand der Mehrfachberechnung immanent ist.

  • Rechnungslegung
    Geben Sie die Uhrzeit, die tatsächliche Dauer des Telefonats und die Gründe für die Mehrfachberechnung in der Rechnung an.
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