André
taucht ein
Für einen offenen Dialog und für Veränderung. Begleitet André Wiersig und unser Team auf einer Reise durch die Dentalbranche, um mutige Lösungen zu finden. Eure Erfahrungen und Herausforderungen sind uns wichtig. Teilt sie mit uns, um gemeinsam echte Veränderungen zu bewirken.
Lasst uns diese Reise gemeinsam antreten.
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In den kommenden Monaten werden wir gemeinsam tief in die Welt der Zahnmedizin eintauchen. Denn es ist an der Zeit, die Zukunft der Zahnmedizin neu zu denken. Willkommen bei André taucht ein.
André Wiersig ist ein außergewöhnlicher, Extremschwimmer und UN-Botschafter, der mit seiner Entschlossenheit und seinem unermüdlichen Einsatz begeistert. Seine Leistungen zeugen von Mut und Engagement, welches uns bei BFS antreibt, begleitet bei seiner Reise durch die Dentalbranche wird André von meiner Kollegin Jessica Hanneken und mir Alexander Rinnert Jessica ist Mitglied der Geschäftsleitung bei BFS und erfahrene Juristin mit tiefen Einblicken in die gesundheitspolitischen Strukturen.
Ich selbst komme aus der Zahnmedizin, bin bei BFS Experte für Investment und Strategie im Gesundheitswesen. Wir wollen einen offenen Dialog fördern und uns dafür einsetzen, euren Stimmen als Zahnärztin und Praxismitarbeitern Gehör zu verschaffen. Wir möchten verstehen, was funktioniert, was nicht, was es braucht, um auch in Zukunft einen echten Unterschied zu bewirken. Wir möchten von euch wissen, welche Herausforderungen ihr im Alltag meistert.
Wir wollen eure Erfahrungen teilen und euch eine Stimme geben, um gemeinsam eine bessere Zukunft für die Zahnmedizin anzustoßen. André taucht ein.
Gemeinsam die Zahnmedizin neu denken.
In den kommenden Monaten tauchen wir tief in die Welt der Zahnmedizin ein. Es ist an der Zeit, die Zukunft der Zahnmedizin neu zu denken. Unser Markenbotschafter André Wiersig geht auf Reise durch die Dentalbranche und wird dabei von Jessica Hanneken und Alexander Rinnert begleitet.
Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, euren Stimmen als Zahnärzt:innen und Praxismitarbeitenden Gehör zu verschaffen. Wir wollen verstehen, welche Herausforderungen ihr im Alltag meistert und was es braucht, um einen echten Unterschied zu machen.
Die Interviews
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Bürokratie
André Wiersig im Gespräch mit Dr. Michael Weiss
Ich bin André Wiersig. Ich bin heute hier zu Gast in Essen in der Praxis von Dr. Michael Weiß. Und es geht um das Thema Bürokratie. Wie wirkt sich Bürokratie hier auf den Alltag in der Praxis von Dr. Weiss und seinen Kollegen aus? Ja. Und jetzt freue ich mich auf das Gespräch.
Ja, Dr. Weiß. Vielen Dank für die Zeit und das Thema Bürokratie. Lassen Sie uns sprechen. Ist ja allgegenwärtig. Sozusagen. Ja, lieber André Danke, dass du heute uns hier unterstützt. Bei dieser schwierigen Aufgabe, das Thema Bürokratie mal zu formulieren und ich glaube, es betrifft eben gerade Zahnarztpraxen. Besonders. Gerade in dem Umfeld, dass wir wenig Personal haben. Und deswegen ist es wichtig, dass wir dieses Thema mal ansprechen, um zu gucken, ob wir das irgendwie positiv verändern können.
Ich kriege das ja mit selber als Patient sozusagen, wenn ich reinkomme, hier bei mir beispielsweise. Und mich anmelden, dann geht es los, Zettel ausfüllen usw. hast du richtig empfunden früher Zettel, heute darfst du sogar schon digital zu Hause ausfüllen. Aber letztendlich bedeutet das auch für uns einen großen Mehraufwand, denn ich muss mir den Zettel durchlesen, bevor ich dich behandel.
Und dieser Zettel ist ja nur einer. Das geht ja später weiter mit irgendwelchen Medikamenten, Listen mit Röntgen, digitalen Röntgen, Auswertung usw.
Ich bin André Wiersig. Ich bin heute hier zu Gast in Essen in der Praxis von Dr. Michael Weiß. Und es geht um das Thema Bürokratie. Wie wirkt sich Bürokratie hier auf den Alltag in der Praxis von Dr. Weiss und seinen Kollegen aus? Ja. Und jetzt freue ich mich auf das Gespräch.
Ja, Dr. Weiß. Vielen Dank für die Zeit und das Thema Bürokratie. Lassen Sie uns sprechen. Ist ja allgegenwärtig. Sozusagen. Ja, lieber André Danke, dass du heute uns hier unterstützt. Bei dieser schwierigen Aufgabe, das Thema Bürokratie mal zu formulieren und ich glaube, es betrifft eben gerade Zahnarztpraxen. Besonders. Gerade in dem Umfeld, dass wir wenig Personal haben. Und deswegen ist es wichtig, dass wir dieses Thema mal ansprechen, um zu gucken, ob wir das irgendwie positiv verändern können.
Ich kriege das ja mit selber als Patient sozusagen, wenn ich reinkomme, hier bei mir beispielsweise. Und mich anmelden, dann geht es los, Zettel ausfüllen usw. hast du richtig empfunden früher Zettel, heute darfst du sogar schon digital zu Hause ausfüllen. Aber letztendlich bedeutet das auch für uns einen großen Mehraufwand, denn ich muss mir den Zettel durchlesen, bevor ich dich behandel.
Und dieser Zettel ist ja nur einer. Das geht ja später weiter mit irgendwelchen Medikamenten, Listen mit Röntgen, digitalen Röntgen, Auswertung usw. Das heißt also, ich habe schon einen richtigen Packen um mich vorzubereiten, was natürlich eine Menge Zeit kostet. Und im Prinzip ist Bürokratie schon sinnvoll. Also es ist nicht so, dass ich gegen Bürokratie bin, aber wir müssen sie gezielt und richtig einsetzen, dass sie nicht zu einem Hemmschuh für uns wird, weil.
Ich meine, man muss, wenn mal irgendwas schief läuft in der Behandlung. Man muss den Krankenkassen gegenüber aussagekräftig sein in den den Materialien, die eingesetzt werden. Es muss natürlich alles dokumentiert werden. Ist das zu viel oder. Also das ist schon sehr grenzwertig. Also wenn wir jetzt mal allein an die Hygienevorschriften denken, da ist es so, dass wir also sehr stark dokumentieren müssen, den Schößationsprozess.
Wir haben gemacht, wir hatten freigegeben, das muss hinterlegt werden. Es muss praktisch, wenn ich einen Spiegel benutzen muss, in der dokumentiert werden, wer den freigegeben hat, wo er sterilisiert worden ist usw. Also ein Wust an Dokumentationen, wo man sich fragt, ob an diesem Wunschspiegel dem Patienten wirklich was passieren kann. Also ich bin immer dafür mehr zu tun, wenn es dem Patienten dient, aber wenn es nur dazu dient unseren Papierkram hoch zu halten, dann bitte ohne mich.
Aber wie kann man das ganze Thema denn Bürokratie unter diesem gesamten Wie kann man das denn reduzieren? Gibt es da konkrete Vorschläge? Ja, also auf jeden Fall. Das gibt es mehrere Hebel, die man ansetzen kann. A Dass wir uns intern entschlacken. Das heißt also, wir müssen kritisch hinterfragen, welche Anweisungen sind sinnvoll, welche nicht? Welche will ich umsetzen, welche nicht?
Damit können wir schon mal eine ganze Menge anfangen, aber auch an die Stellen, die diese Verordnung erlassen müssen sich einfach mal kritisch hinterfragen. Macht es Sinn? Sind es Fälle, die wirklich in der Praxis häufig vorkommen, dass ich dann Regelungsbedarf habe? Wenn ich dann extrem seltenen Fall habe, dann muss ich damit nicht sämtliche Praxen überfluten. Aber Digitalisierung als das ist allgegenwärtig, Gerade in den letzten Jahren.
Es ist noch KI. Natürlich. Als die Praxis dazukommt, kann das auch helfen dabei. Ja, also ich bin ein Freund von der Digitalisierung, weil Zahnärzte immer sehr technikaffin sind und auch die KI begrüße ich. Nur das wird noch ein langer Marsch werden, bevor wir die wirklich Sinn bringend einsetzen können. Ich erinnere nur an den Stargate Fall, wo jetzt plötzlich dann auch mit einem Federstrich sämtliche Regularien für KI wieder über Bord geworfen werden.
Und das wird auch auf uns wieder Einfluss haben. Also da wird noch viel hin und hergehen. Und was nützen mir die ganzen Tools, wenn ich die dann per PDF an meine Patientenkartei hängen muss, um die dann auswerten zu können? Die Patientendokumentation in der PV ist das ist das zentrale Cockpit für mich. Da muss alles zusammenlaufen und da muss ich auf einen Blick, wenn ich den Patienten Müller aufmache, die Sachen erkennen können, wo sind gefährliche Medikamente, was hat er für Vorerkrankungen usw.
Und da kann ich nicht stundenlang durch irgendwelche PDFs mich scrollen. Also da ist das einfach viel zu jung. Ist das so, dass die, die sich neue Gesetze ausdenken, die sich neue Regularien ausdenken, die dann eingehalten werden müssen von von ihrer Seite aus, dass die den Kontakt zur Basis zu ihnen ja später haben. Es wäre schön, wenn bevor man was ausräumt, wenn man mit einem ich sag mal Wettertesterteam der Basis sich mal auseinandersetzt und die Problematik oder die Umsetzbarkeit.
Das ist ja auch ein ganz wichtiger Punkt. Alles, was man neu in den Markt bringt, muss auch bedient werden. Es muss anwenderfreundlich werden und im Vorfeld auch ertastet werden. Ja, genau das muss vorher festgestellt werden. Aber wenn ich vielleicht noch auf einige Bürokratische Hürden hinweisen darf, zum Beispiel die Dokumentation Wenn Sie oder wenn du anrufst bei uns wird, muss alles akribisch aufgeschrieben werden, hinterlegt in der Patientenakte oder Röntgen.
Dokumentation akribisch dokumentiert werden. Es gibt noch keinen Fall in Deutschland, wo ein Problem mit einem zentralen Zwischenfall beim Zahnarzt dokumentiert werden kann. Das Rechnungswesen Ja, wenn ich dir eine Rechnung schreibe, dann hast du wieder wie beim Heilung Kostenplan so einen Packen, den du auch kaum verstehen wirst, wenn du dieselbe Arbeit bei einem Kollegen in Italien in Bozen machen lassen würdest, dann bekommst du einen Zettel, ein DIN A5 Zettel, wo alles draufsteht, wo du total mit zurecht kommst.
Da frage ich mich da geht es und bei uns nicht. Also es wäre schön, wenn wir die Sache entschlacken können. Die muss nicht nur anwenderfreundlich, sondern auch für den Patienten verständlicher werden. Was ist denn Hoffnung für eine mögliche bürokratische Entlasten? Ja, also meine ganz starke Vision für diesen Bereich ist eigentlich, dass wir die Digitalisierung dazu nutzen, inklusive der KI einen total digitalen Workflow von der Anamnese über die Behandlungsdokumentation, die wir testweise zurzeit auch per KI mit integrieren, was schon sehr gut läuft, muss ich sagen über die Planung unterschiedliche Vorschläge für dich, damit du auswählen kannst bis hin zur Rechnungslegung.
Diese administrativen Sachen sollten übergeben werden. Damit will ich nicht mehr viel zu tun haben. Ich möchte mich um die Patienten kümmern. Das ist meine Vision. Und ich glaube, wenn sich alle Leute, die daran beteiligt sind, das vornehmen, dann schaffen wir das. Das ist nichts Unmögliches. Ich bin da ja zu Gast bei Ihnen, und das ist eine hochmoderne Praxis.
Also, welche Schritte gehen Sie denn hier konkret für dieses Thema? Ja, es freut mich, dass du das so bemerkst. Schon Es ist wirklich so, dass wir uns wirklich bemühen, den Markt permanent zu scannen. Was es an Möglichkeiten, an Neuerungen gibt. Und die versuchen wir im Vorfeld zu durchleuchten auf Sinnhaftigkeit und Einsetzbarkeit. Und dann sind wir ja häufig mit die ersten, die so was austesten, ob das die digitale Anamnese waren.
Da waren wir mitunter den ersten oder jetzt die behandlungsgestützte KI Dokumentation während der Behandlung. Also das sind alles Projekte, die wir, welche uns Herzensprojekte sind, weil wir hoffen, dass das wirklich uns nach vorne bringt Und die probieren wir aus und möchten sie gerne integrieren. Aber wir müssen natürlich auch immer im Blick haben, Wir dürfen unser System nicht zu kompliziert.
Daher machen wir, wenn diese unterschiedlichen Bausteine ineinander fließen in unserem Cockpit, dann ist das ein Hammer, dann ist es ein Hammer. Also bin ich als Patient hier, die Praxis betrete, dann bin ich auch sofort mittendrin in der Bürokratie. Ich muss sofort irgendwas ausfüllen. Das hast du richtig erfasst. Es ist so, dass gerade die Anamnese natürlich für uns Ärzte sehr wichtig ist und da eben viele Fragen gestellt werden.
Aber auch da wäre es schön, wenn diese Fragen sehr gezielt auf den Patienten angepasst werden. Beispiel Wenn da steht, welche Vorerkrankungen haben Sie und ich habe keine, dann müssen die ganzen Abfragen nach Hepatitis und Weiß wegfallen. Und dass automatisch dieser Fragebogen sich reduziert und nicht, dass ich einen Fragebogen habe, wo ich weiß, Wann sind Sie schwanger? Ja, genau über solche Fragen, die brauchen wir nicht rein.
Aber die kosten mich, die Zeit, das alles durchzugehen. Ja, das heißt, wir brauchen Fragebögen, die wirklich sinnvoll sind und die Praxen aber unterstützen genau die Praxis. Das, was man über den Patienten schon weiß, Im Optimalfall schon. Beinhalten. So, und da ist wieder der Anspruch an die Digitalität, an die KI, dafür zu sorgen, dass das komprimiert wird auf das Wichtige.
Und dann wären wir am Ziel. Ja, Dr. Weiss, vielen Dank für die Einblicke. Das war echt spannend und hochinteressant für mich. Ich bedanke mich auch, dass wir die Möglichkeiten hatten, dieses Thema vorzustellen. Sehr gerne.
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Gründung
André Wiersig im Gespräch mit Dr. Rebecca Otto
Hier ist André. Und heute bin ich zu Gast bei Dr. Rebecca Otto hier in der Kinder Zahnarztpraxis in Jena. Und es geht um die Themen Praxisgründung, Unternehmertum und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Und jetzt freue ich mich auf das Gespräch.
Ja, Rebecca, das sieht ja hier echt klasse und auch erfolgreich aus. Wann hast du denn den denn? Diesen Schritt für dich irgendwie festgesetzt? Zu sagen, So, ich mach mich jetzt selbstständig und geht das ja auch ein Risiko ein. Also man muss schon mal sagen, das ist also ein Vertrag zu unterschreiben, wo eine 3/4 Million Schulden draufsteht und man ist 29 Jahre alt ist natürlich schon etwas.
Da kann man auch mal eine schlaflose Nacht haben und noch mal drüber nachdenken. Ähm, aber ich habe an mein Konzept geglaubt. Ich habe dieses Konzept selber geschrieben. Ich habe einen 30 seitigen Businessplan geschrieben. Ich habe mich intensiv auseinandergesetzt mit dem Markt, mit den Bedingungen. Auch wenn ganz viele Menschen gesagt haben, eine Kinder Zahnarztpraxis im Osten, das wird nicht funktionieren.
Und so groß wird nicht funktionieren. Und ich war aber sicher, ich bin gut ausgebildet. Und ich habe in einer ganz tollen Praxis gelernt in Hamburg. Und ich wusste, das wird funktionieren. Ich habe mir den Markt ganz genau angeschaut, eine Marktanalyse selber gemacht, mir die Zahlen angeschaut und ich wusste, das wird klappen. Und man muss schon mal sagen, also eine Kinder Zahnarztpraxis ohne Zahnarztpraxis generell.
Wie viel Risiko hat sie denn, dass das nicht funktioniert? Ja, das ist ja möglich im einstelligen Prozentbereich. Ich als Frau wünsche mir oft, geheiratet zu werden. Eine Ehe wie oft scheitert das heute? 30 %. Also ich glaube, eine Ehe ein höheres Risiko als Zahnarztpraxis zu eröffnen als Frau. Gut, aber trotzdem muss es ja irgendwann mal Klick machen zu sagen Alles klar, ich jetzt, Jetzt mache ich so und das war von Anfang an schon da.
Mein Weg war ein bisschen. Ich wusste nicht, was es bedeutet, Zahnärztin zu sein. Es war mein großer Wunsch. Ich komme ganz klassisch aus einer Arbeiterfamilie. Ich bin die Erste, um es mal so zu sagen. Meine Eltern sind mit zwölf Jahren vor, die meine Entscheidung haben gesagt Ich werde Zahnärztin und meine Eltern sagen, wir können dir nicht helfen, du musst diesen Weg alleine gehen.
Und ich habe Leistungssport gemacht und wusste, was es heißt zu kämpfen. Und ich hab halt gekämpft. Also ich habe um diesen Studienplatz gekämpft, ich habe mich durchs Studium gekämpft und dann war ich plötzlich Zahnärztin. Ich war gerade 24 geworden, blutjung. Und dann stand ich das erste Mal halt in der Praxis und dachte so Wow, das ist es jetzt.
Und habe dann ziemlich schnell gemerkt, dass die Nische Kinder Zahnheilkunde für mich ist. Aber jetzt bist du ja auch Familienmensch und Männer und natürlich Unternehmerin. Hier. Wie kriegst du das alles zusammen? Aber warum wird mir gerade die Frage gestellt? Ich glaube, Männer sind auch Familienmenschen, die haben auch Kinder. Aber es ist eine ganz klassische Frauenfrage, die mir schon oft gestellt worden ist.
Es ist ganz einfach Ich konnte in der Selbstständigkeit natürlich viel mehr frei gestalten. Das heißt, ich konnte frei gestalten, wie viel ich arbeite, wie lange ich arbeite und wie viel ich danach nach der Geburt meines Kindes wieder arbeite und konnte dann auch immer wieder justieren. Also Selbstständigkeit hat mir viele Möglichkeiten gegeben, viel, viel mehr als im Angestelltenverhältnis. Und ich habe meine Praxis schon ein paar Jahre gehabt, als ich meinen Sohn bekommen habe.
Ich habe ein Kind, aber ich habe auch einen selbstständigen Mann. Das heißt, wir waren zwei Selbständige ohne Elternzeit, ohne Unterstützung. Er hat noch keine Familie und haben das gewuppt. Ja, und ich habe ein Kind, was keine Schäden genommen hat. Das ist eine arbeitende Mutter, hat. Das ist auch ganz wichtig, was ja auch keine Seltenheit ist. Na ja, also es ist ja auch eine Vorbildfunktion für ihn, dass er sieht, dass ich genauso arbeite wie Papa.
Auch dass wir beide gleichberechtigt sind und auch nicht sagen das ist Mama, Aufgabe Papa Aufgabe, das machen nur Frauen oder so, wir versuchen ihn da ziemlich wertfrei auch zu erziehen. Aber Unternehmertum und Selbstständigkeit und Zahnarztpraxis geht für mich super gut überein. Aber Verantwortung ist natürlich dann hier allgegenwärtig, sozusagen. Ja, ja, natürlich siehst du das auch gesellschaftlich dann in dem, was du tust mit dem, was du hier machst.
Denn gerade mit so einer Kinder Zahnarztpraxis, also man muss schon sagen, das was ich mache, liegt ja den Grundstein, es für eine gute Zahnarztbeziehung. Das heißt gesamtgesellschaftlich ist mein Job total relevant zu Wenn ich ein Kind traumatisiere, einem Kind weh tue, ja dann ist es so, dass das Kind diese Geschichte ein Leben lang im Kopf hat. Wenn ich dem Kind aber ein gutes Erlebnis gebe in diesem Umfeld, also praktisch dem Kind einen tollen Termin mache.
Ja, weil das Kind kann nichts dafür, dass es ein Loch hat. Ja, das Kind ist das Opfer in dieser ganzen Geschichte, weil ich behandel Karies und Karies ist Lebensstil bedingt, muss man mal sagen. Aber das Kind muss diese Behandlung hier bei mir schaffen und ich versuche es für das Kind so schön wie möglich zu machen. Gemeinsam mit einem ganz tollen Team, aber auch in eine Vorbildfunktion.
Also zumindest in meiner Wahrnehmung bist du das ja schon. Ihr als auch als als mit deinem Mann, als Familie. Wie kann man denn. Was kannst du denn beitragen oder um junge Frauen zu motivieren auch? Ich meine, das erfordert ja auch Mut, diese alten Pfade zu verlassen und damit aufzuräumen. Und ja, nach vorne zu gehen. In dem Fall also eine Zahnarztpraxis zu gründen, finde ich, ist nicht das große Risiko.
Das Risiko ist eher, das auch gut Struktur zu strukturieren in der Praxis ja, dass man das alles, dass man alle Bälle, die man hat, wenn man Unternehmer in einer Praxis, dass man die gut jongliert bekommt und nicht ausbrennt. Gut, aber da sind ja schon viele stehen ja vor so einem Berg auch ich meine so einen Praxis zu gründen Und bedeutet das auf eine so 3/4 Million Euro.
Also das ist schon mal eine ganz schöne Belastung und natürlich auch eine ganz schwerwiegende Entscheidung. Das kannst du ja nicht einfach so rückgängig machen, wenn es um das läuft. Es war doch nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Also das war tatsächlich nicht mein Thema. Ich habe mir darüber nie Sorgen gemacht um das Geld, weil ich wusste, wenn es schiefgeht, okay, dann geh ich in die Privatinsolvenz.
Kriegt ihr Kinder und dann geht es auch wieder weiter. Und das hat mich tatsächlich schlafen lassen. Also Geld war nicht meine Sorge, weil ich habe an mein Konzept geglaubt und man muss mal sagen, es gehen kaum Zahnarztpraxen insolvent. Es ist glaube ich, das Risiko höher, wenn ich in Berlin mit den Kaffee eröffne. Ja, muss man ja sagen, als das eine Zahnarztpraxis in Wien, erst recht nicht in Ostdeutschland.
Wir haben so einen Mangel aktuell. Du musst hier nur aufschließen und dann stehen 5000 Menschen vor deiner Tür und wollen von dir versorgt werden. Und wir haben ja große Versorgungsprobleme. Und ich persönlich habe gemerkt, dass ich, glaube ich, anderen ein gutes Vorbild sein kann und auch authentisch bin und sie ihnen auch ehrlich meine Geschichte erzähle, auch ehrlich erzähle.
Wo bin ich gestolpert, was war vielleicht mal nicht so toll, wo hatte ich auch mal eine schlaflose Nacht? Und ich möchte tatsächlich auch Role Model sein. Kannst du da mal ein, zwei konkrete Beispiele geben, wo ich gestolpert bin? Ja, wo du sagst, das habe ich gelernt und das will ich vielleicht heute anders machen. Ja, das empfehle ich jungen Leuten, egal ob Männern oder Frauen, jetzt in dem Fall ein ganz großer Fehler war, das gebe ich auch heute offen zu, war, dass ich nicht führen konnte.
Und ich glaube, das ist ein Thema, was viele unterschätzen. Und das fiel auch als lästig empfinden, mit Mitarbeitern umzugehen, sich mit denen zu beschäftigen, mit ihren Persönlichkeiten zu beschäftigen. Ich hatte tatsächlich nach ein paar Jahren hier Mobbing drin. Wir haben sich gegenseitig rausgemobbt in meinem Team und ich habe ja, ich bin nett, ich bin eine Frau, ich bin empathisch, nie.
Aber das war einer meiner großen Fehler, wo ich viel an mir gearbeitet habe. Und mein Spruch ist tatsächlich das Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken. Das heißt, ich habe tatsächlich oben angefangen mit mir selber. Ja, ist ja auch das einzige, was man auch direkt beeinflussen kann. Erst mal ja. Aber man sucht natürlich immer gerne die Fehler erst mal woanders und das Thema Selbstreflexion ist nicht jedem gegeben.
Und auch mal einzugestehen, sich vor seinem Team hinzustellen, zu sagen das war scheiße, was ich gemacht habe und das war blöd, das kann auch nicht jeder und das musste man auch vielleicht erst mal lernen. Und ich habe mich tatsächlich intensiv mit diesem Thema führen, Personalführung auseinandergesetzt und das ist auch etwas, was ich immer täglich mache mich mit meinem Team zu beschäftigen.
Was sind die Themen? Und es auch anderen beizubringen, wie man führt. Frauen hatten sich schon mit ihrem Erfolg oft bedeckt, also bedeckte als Männer. Dann kannst du das nachvollziehen. Es ist, na ja, es wird uns ja auch so von der Gesellschaft gesagt, dass wir ein bisschen bescheidener sein soll, nicht so großspurig auftreten usw. Mir ist das persönlich auch schon mehrfach passiert, dass man gesagt hat, mit dem Auto fahren wir nicht ganz nach vorne, Parks weiter hinten.
Es ist das passt nicht. Ja, ich denke, wir müssen mutiger sein, weil tatsächlich sind wir manchmal erfolgreicher als Männer. Und ich habe es erlebt, dass Frauen dann plötzlich ganz beeindruckt waren, wenn jemand gesagt. Letzten Monat habe ich wieder 50.000 mehr gemacht. Aber fragt man sich ja, 50.000 von so viel was war deine Basis? Oder Ich habe jetzt 3 Millionen Umsatz.
Das beeindruckt vielleicht erst meine Frau. Ja, Frauen trauen sich oft nicht, über diese Zahlen zu sprechen und sich auch mal dafür zu feiern. Und da bin ich auch jemand, der Mut macht, der auch sagt Du, der kann 3 Millionen Umsatz gemacht haben. Wenn er aber nur 10 % Rendite hat, überleg mal, was da übrig bleibt. Wir Guck mal, du hast in deiner Praxis 30 % Rendite.
Also meine Frau arbeitet auch im Krankenhaus, auch in einem Pflegeberuf, wenn man so will. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das nicht angemessen honoriert wird. Ja, von Aufmerksamkeit will ich auch gar nicht reden. Wie gehst du denn mit dem Thema hier um? Thema Honorierung von Frauen ist ja ein gesamtgesellschaftliches Thema. Es gibt ja ganz viele Bereiche, wo wir immer noch sehen, Frau macht den gleichen Job und bekommt weniger Geld.
Ja, also wir können auch in die Wirtschaft gucken. Überall müssen wir oft auch für unsere Leistungen mehr kämpfen, um das gleiche Geld zu bekommen. Ja, weil Care Arbeit oft als selbstverständlich wahrgenommen wird. Das ist ja klar, dass die Frau zu Hause bleibt und sich ums kranke Kind kümmert. Ja, da muss man immer dran arbeiten. Natürlich ist auch so, das viele Jahre Zahnweh Zahnarzthelferin nicht gut bezahlt worden sind.
Ja, das war halt die, die nur den ganzen Tag den sauber gehalten hat und das hat auch dieses Image so geprägt. Ich halte aber es so in meiner Praxis, dass ich möchte, dass alle fair und gut bezahlt werden. Und deswegen haben wir hier gemeinsam eine Gehaltsstruktur entwickelt. Das heißt auch auch eine Transparenz. Das muss absolut. Wir haben uns alle zusammengesetzt an einen Tisch, und ich habe in Fragen gegeben und dann haben wir 13 Punkte gehabt und haben dafür Zahlen entwickelt.
Das heißt, wir haben festgelegt, was ist das Einstiegsgehalt, Wenn hier jemand anfängt, wie viel Prozent so eine Praxis Managerin mehr verdient vom Grundgehalt, wie viel soll 0,01 € mehr bekommen? Wie soll sich das Gehalt auch entwickeln? Das heißt, wir haben hier Betriebszugehörigkeit stark gewichtet. Das heißt, es ist klar, wenn wir zwei Jahre was steigt ein Gehalt automatisch um 5 %.
Es muss niemand mit mir verhandeln und man kann aber als Team kommen wir sagen, können wir das Grundgehalt anpassen, was tatsächlich noch nicht vorgekommen ist, weil ich ein gutes Auge dafür habe. Und wenn es der Praxis gut geht und wir erfolgreich sind, passe ich automatisch immer das Grundgehalt an und es rechnet sich dann für alle automatisch durch. Also agieren besser als reagieren.
In dem Fall absolut und ich beteilige mein Team an dem Erfolg, weil das ist hier ein Teamleistung und das ist mir auch total wichtig, weil dadurch identifizieren sie sich mit dem, was sie geleistet haben. Und das schafft natürlich auch Bindung an meine Praxis. Und gerade in den Zeiten von was? Wir haben Fachkräftemangel und dergleichen? Absolut ja, ist es enorm, das zu schaffen, dass Sie von allen Konkurrenzangeboten, die Sie bekommen, von außen, die auf Sie einströmt, dass Sie wirklich immer hier bleiben und dem widerstehen können.
Wir haben ja zum Glück muss ich sagen, mehr weibliche Studenten als eigentlich jemals zuvor. Und Aber wir haben diese Versorgungslage, die ja auch irgendwie kritisch ist, kann man schon fast sagen. Was muss dann passieren deiner Meinung nach, damit mehr junge Frauen genau den Schritt gehen, den du hier gemacht hast? Also es ist natürlich sind die Rahmenbedingungen, die es uns teilweise ein bisschen schwerer machen.
Natürlich ist mir auch gesagt worden, warum kriegen Sie nicht erst mal Ihre Kinder, bevor Sie jetzt hier die Praxis machen? Ja, also solche Sätze muss man sich als Frau auch nach wie vor anhören. Kriegt erst mal deine Kinder, mach erst mal das und dann lass dich später nieder. Und es ist auch so, wenn man sich das anschaut Frauen lassen sich schon immer noch nieder oder übernehmen eine Praxis.
Aber etwas später als Männer. Und wir brauchen ein bisschen andere Rahmenbedingungen und damit wir einfach auch diese Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser wuppen können. Das geht mit Kinderbetreuung los. Ja, Kinderbetreuung ist nicht komplett steuerlich absetzbar. Ja, das heißt, ich muss das aus meiner eigenen Tasche auch finanzieren und kann es auch steuerlich nicht so gut absetzen. Es gibt eine ganz tolle Initiative, gerade, die jetzt wirklich vor ein paar Wochen rausgekommen ist.
Die Katze von Sachsen gibt Zahnärztin, die in der Niederlassung ein Kind bekommen und fünf Jahre danach kriegen 30.000 € Zuschuss. Und ich bin ja auch nebenher im Ehrenamt in tiefster Präsidentin, habe auch eine Stellungnahme zu geben. Ich finde diesen Vorstoß super, weil wir dadurch auch ein bisschen Dinge puffern können, weil ich muss eine Praxisvertretung organisieren für die Zeit, wo ich nicht arbeiten kann.
Das kostet und ich muss auch. Kann auch passieren, dass ich ein paar Wochen mal liegen muss und nicht arbeiten kann. Bis zur letzten Woche. Ja, an solche Dinge muss ich denken. Das heißt, ich habe schon mehr Kosten als Männer. Erst mal so und vielleicht ist auch der Umsatz in meiner Praxis mal eingeknickt. Ja, das ist Man sieht bei mir ganz genau, wann ich mein Kind bekommen habe.
Das sieht man in einer PVA. Über ein Jahr kann man das Jahr genau identifizieren. Aber ich arbeite aber auch noch 40 Jahre, um es mal so zu sagen. Das ist so marginal, dass man davor gar keine Angst haben muss. Und als Selbstständige habe ich einfach mehr Möglichkeiten. Ja, vielen Dank für das Gespräch, Das hat echt Spaß gemacht. Tolle Einblicke.
Danke, dass ich hier eintauchen durfte. Ja, ich hoffe ja. Ich hoffe, du hast dich wohlgefühlt. Und danke für deine tollen Fragen zu.
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Bürokratie
Jessica Hanneken im Gespräch mit Dr. Rebecca Otto
Hallo zusammen, mein Name ist der Jessica Hanneken und ich bin heute in der Zahnarztpraxis von Dr. Rebecca Otto in Jena, Sie Spezialistin für Kinder-Zahnheilkunde und wir reden über zwei sehr wichtige Themen mit ihr heute, nämlich einmal über den Fachkräftemangel. Und wie gelingt eigentlich gute Teamführung? Viel Spaß beim Interview.
Hallo Rebecca, vielen Dank, dass du dir heute Zeit genommen hast, dass wir zum Thema Teamführung und Fachkräftemangel mit dir reden können. Fachkräftemangel? Na, wenn wir uns die Zahlen von der Bundesagentur für Arbeit anschauen, dann ist der Fachkräftemangel bei den zahnmedizinischen Fachangestellten der größte Engpass, den wir haben. Wie beurteilst du die Situation? Na ja, also ich sehe das genauso.
Absolut. Wir wissen das, aber dass es kommt, weil es ist jetzt überwiegend demografiebedingt. Wir wissen, dass viele Babyboomer ausscheiden werden. Ja, wir haben vielleicht auch nicht genug ausgebildet. Also, es war uns vor zehn Jahren schon bewusst, dass wir in diesen Mangel hineinlaufen werden. Ich kann sagen, ich habe keinen Mangel in meiner Praxis. Ich habe auch keinen Personalmangel. Und ich habe auch überlegt, wie man Dinge lösen kann.
Das bei mir sitzt zum Beispiel keine ZF an der Rezeption. Warum ist das so? Ja, die ZF als für mich ein ganz hohes Gut und ich brauche die hier neben mir am Patienten ja dafür sie auch ausgebildet. Dafür hat sie auch diesen Beruf gewählt und deswegen versuche ich Aufgaben, die sehr bürolastig sind. Mehrheit auch nichts mit einem Stuhl zu tun haben, auch an andere Menschen zu vergeben, also an alle Berufsgruppen zu vergeben und an meiner Rezeption sitzen.
Aktuell habe ich vier Bürokauffrau und sitzen, das heißt eigentlich diejenigen, die auch sagen, ich habe Lust, sozusagen mit Computer Terminbuchungen zu machen, Gespräche zu führen und weniger, ich sage jetzt mal am Stuhl, am Patienten an und tätig zu sein. Du hast gesagt, Personalmangel ist für dich kein Thema. Welches Konzept hast du gefahren, Weil ehrlicherweise hören wir immer mehr.
Eine gute Teamführung ist das A und O, Wie ist dir das gelungen? Also als erstes ich suche nicht den perfekten Lebenslauf. Das ist schon mal wichtig. Das ist mir kommt es auf den Menschen an! Der muss natürlich Kinder lieben und in diesem Umfeld hier arbeiten wollen. Und da ist es mir erst mal, ist mir die berufliche Qualifikation nicht das Wichtigste.
Auch die Noten sind für mich nicht das Wichtigste. Mir ist ganz wichtig und ich habe da sehr viel Zeit investiert, ein Team zu formen und zu bilden, dass die alle mit dann, dass wir auch ein Team sind. Ja, das ist, glaube ich das. Man kann sich immer Team nennen, aber ob man wirklich ein Team ist oder nur eine Gruppe von Einzelkämpfern.
Ja, das sind unterschiedliche Sachen und wir sind hier ein Team und auch mein Team ist an diesem Prozess beteiligt. Das heißt, wenn mein Team sagt, wir brauchen noch eine neue ZFA, dann machen die die Ausschreibung. Ja, also die, die machen auch die Vorstellungsgespräche immer zu zweit, also immer der Liebe führt die Vorstellungsgespräche und wenn die dich gut finden, dann laden sie zum Schnuppertag zu uns in die Praxis ein, dass sie uns kennenlernen kann sagen, dass unser Kennenlerntag.
Lernen uns kennen und wir wollen dich kennenlernen. Und das ist schon mal ein ganz anderes Setting. Und ich hatte tatsächlich auch erst letztens das Erlebnis Wir hatten eine junge Dame, die unbedingt bei uns arbeiten wollte und die hat fast geweint, als ihr gesagt, sie hat diesen Job, weil sie meint, es war mir so wichtig hier ab zu arbeiten.
Und wenn man das geschafft hat, glaube ich. Und darum geht es, dass Menschen sich hier wohlfühlen, weil wir verbringen sehr viel Zeit miteinander und das ist aber Arbeit. Ich würde auf einen Punkt zurückkommen. Rebekka Anders gesagt Ich beteilige mein Team an der Unternehmensführung und wie es sich entwickelt. Eine konkrete Frage, wie hast du gelernt, Unternehmerin zu sein? Im zahnmedizinischen Studium sind die Inhalte natürlich fachliche Art Wie hast du dir das angeeignet?
Also im Studium lernen wir, gute Wurzelkanalfüllungen zu machen und handwerklich gut zu arbeiten. Aber wie man menschlich gut arbeitet und nur ein Unternehmen führt, das lernt man absolut nicht. Ich habe studiert, ja, ich habe mir das Wissen tatsächlich extern geholt. Ich habe Asakademie gemacht, in Berlin. Aber ich habe auch tatsächlich noch mal zwei Jahre berufsbegleitend studiert und habe den Master in Health Management gemacht.
Das heißt also, neben einer guten Teamführung ist natürlich auch immer das Thema betriebliche und wirtschaftliche Führung eines Unternehmen ein wichtiger Aspekt. Wie hast du dich darauf vorbereitet? Das lernt man auch nicht im Studium und man kann sich natürlich. Also ich bin jemand, ich muss nicht alles können und nicht alles wissen. Aber ich brauche Menschen in meinem Umfeld, die mich unterstützen können.
Das heißt, ich arbeite auch mit tollen Partnern und das an und für mich ist immer wichtig, dass wir zusammenarbeiten und dass ich die Dinge verstehe. Thema Steuerberater Ich hatte am Anfang ein Steuerberater. Ich habe in Mathe gute Kenntnisse. Ich habe in Mathe Abitur gemacht, bin sehr zahlenaffin. Ich habe es aber nicht verstanden, was er mir erklärt hat. Und ich habe gesagt, ich muss es verstehen.
Ja, für mich ist es wichtig, Kontrolle über meinen Zahlen zu haben, weil darüber lenke ich meinen Laden. Professionelle, zeitgemäße Unternehmensführung ist das A und O für eine moderne und in Zukunft ausgerichtete Zahnarztpraxis. Mit welchen Instrumenten, mit welchen Maßnahmen hast du das hier in deiner Zahnarztpraxis etabliert? Was waren die Schwierigkeiten? Ich können jetzt erst mal sagen Was meinst du denn damit?
Na ja, ich glaube, das geht vielen Frauen erst mal so Was meint sie denn mit Unternehmensführung? Ich mach das doch jeden Tag. Ich sag, was alle zu tun haben. Ich bin ja jeden Tag da. Ich arbeite hier 50 Stunden und abends mache ich noch die Abrechnung. Ich glaube, das ist, dass wir müssen uns klar machen, was moderne Unternehmensführung ist und was es bedeutet.
Für mich bedeutet es Delegation, Potenziale zu erkennen oder zu entwickeln, die in meinem Team schlummern und Dinge zu delegieren, die nicht mehr an mir liegen müssen. Was gerade in wichtigen Punkt gesagt Delegation ist für dich ein Schlüssel für Erfolg, für Effizienz. Grundsätzlich haben wir aber immer noch das Bild vor Augen, dass Delegation Kontrollverlust bedeutet. Wie gehst du damit um?
Wie reagierst du darauf? Ich glaube, davon muss man sich loslösen. Einfach, weil wenn ich alles kontrollieren will, habe ich für das andere und für mein Leben gar keine Zeit mehr. Und das schafft auch kein Vertrauenskultur. Wenn ich meinen Mitarbeitern immer Control hinterher kontrolliere, wenn ich ioni Kontroletti werde. In der Praxis heißt das ja auch für die Ich vertraue ihnen nicht.
Und natürlich passieren auch Fehler. Auch mir passieren Fehler. Aber das gehört einfach dazu. Und dafür braucht man dann wieder eine Fehlerkultur. Hast du eine Fehlerkultur bei euch entwickelt? Absolut. Als erstes erst mal, dass man in zugibt Damit beginnt es schon. Damit beginnt es schon. Und dass man auch keine Angst haben muss, in zuzugeben und zu mir zu kommen und sagen Frau Otto, da ist was nicht gut gelaufen.
Also ich sage mal das Thema Feedbackgespräche, wie führt man dann ein Feedbackgespräch? Wie muss ich mir das ganz konkret in einer Woche in einem Praxisablauf wirklich vorstellen? Gibt es dann nach der wöchentlichen Auftaktsitzung Was sind sozusagen deine TEWs für die Kolleginnen und Kollegen, wie das, wie man das umsetzen kann? Also was ganz wichtig. Ich führe ein Unternehmen, das heißt, ich habe verschiedene Skilllevels wie in einem großen Unternehmen.
Das heißt, ich bin immer noch der Kapitän von diesem Schiff, was auch kein kleines Segelboot mehr ist, sondern es ist ein größeres Schiff. Aber ich habe einen ersten Offizier. Ich habe einen zweiten Offizier und ich habe auch einen dritten Offizier. Und natürlich sitzen die Offiziere auch ab und zu zusammen. Aber wenn im Maschinenraum was kaputtgeht, geht nicht der Kapitän, sondern schicke ich den Ersten Offizier.
Wie sagt man heute so schön in einer Shell? Was hast du anders gemacht im Kontext Teamführung in deiner Praxis? Ich habe natürlich erst mal erst gelernt, wie man ein Team führt. Das ist das Erste. Ich habe meinen Mitarbeitern es beigebracht. Das heißt, wir hatten regelmäßige Coachings hier in der Praxis und natürlich ich habe eine Teamkultur entwickelt von Vertrauen und Wachstum.
Alle wollen dazugehören und dürfen hier wachsen. Und das ist mir total wichtig, dass man hier gerne hinkommt. Wir haben regelmäßig Jour fixe Termine in der Praxis, die ich natürlich mit den Teamleitern habe, und die sind auch heilig, das heißt, die werden nicht verschoben, wo ich über die ganzen Sachen informiert werden. Mein Team hat eigene Besprechungen, wir Ärzte haben eigene Besprechungen und wir haben vier Team Events im Jahr.
Herr Becker, vielen Dank für die für mich neuen Aspekte, die du mit eingebracht hast und das Teilen. Dein Einsatz für gute Unternehmensführung in deiner Praxis. Vielen Dank dafür. Gerne.
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Fachkräftemangel | Bürokratie | Digitalisierung
Jessica Hanneken im Gespräch mit Dr. Dr. Andreas Dorow
Hallo zusammen, ich bin Jessica Hanneken und Mitglied der Geschäftsleitung bei BFS health finance. Ich habe heute einen ganz besonderen Gesprächspartner an meiner Seite. Es ist Andreas Dorow.
Herzlich willkommen, Andreas.
Danke Jessica, für die Einladung. Ich will mal ein paar Sachen noch mal erzählen über dich, weil ich finde, du hast eine beeindruckende Vita und was du da geleistet hast. Ich finde, da sollte jeder mal einmal kurz reinschnuppern können, wo wir thematisch in die Themen wie Bürokratie, Fachkräftemangel und Digitalisierung reingehen.
Ja, liebe Zuschauer und Zuschauer, Andreas ist CEO der Doro Klinik, von Hause aus nicht nur Zahnarzt, sondern MKG-ler auch noch hinzu und hat ein großes MVC gegründet, sozusagen an der Grenze der Schweiz entlang und 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und eine ganz tolle Besonderheit bei diesen sieben Standorten der hat nämlich plastische Chirurgie. MKG ich nenne das jetzt mal klassische Zahnmedizin HNO und DERMA.
vereint in einem Angebot. Andreas Wir sitzen hier gerade an der Uni Witten Herdecke. Du hast hier studiert. Ist das richtig? Ich habe einen Teil hier studiert. Genau. Und zwar die Klinik. Zahnmedizin. Schon lustig, nach der langen Zeit hier runter zu gucken und zu wissen, Ah, da in der Cafeteria habe ich Kaffee getrunken, gelernt und so eine schöne Zeit.
Wir wollen uns ein bisschen auch über die Themen auch mal Herausforderungen, die wir aktuell nicht nur in der Zahnmedizin, sondern auch im Gesundheitswesen allgemein haben, aber mit dir besprechen. Und hier ist das Stichwort Bürokratie, wenn ich mir das anschaue, ein Bürokratie Entlastungsgesetz jetzt in dieser Legislatur bekommen. Ausweislich ist das Ziel, Bürokratieentlastung in den Praxen herbeizuführen. Es gibt eine Empfehlung der Regierungskommission zu mehr Bürokratieabbau in den Praxen.
Wie blickst du denn gerade aktuell auf die administrativen Aufgaben in deinen, in deinen Praxen? Muss man ja sogar sagen, um das ganz simpel zu machen Ich habe letzte Woche bei Stratmann in Berlin Vortrag gehalten und da habe ich mir überlegt was sind denn eigentlich die Herausforderungen? Das ist ja das Thema Und wie war das früher? Warum ist das so krass geworden?
Und ich habe mich daran zurückerinnert, als ich als Kind bei meinem Zahnarzt war. Dessen Hobby war damals Karate. Dafür hat er gebrannt, und er hat ganz gechillt neben seinem Karate behandelt. Er hatte seine zwei Behandlungszimmer und man hat gemerkt, dem ging es gut. Der hat halt Patent für Patent behandelt und er hat einfach pro Füllung pro Arbeit so viel bekommen, dass das gut funktioniert hat.
Und er hatte ein, zwei Helferinnen, der hat das locker mal reingeschrieben in seine Karteikarte, hat dafür genug abgerechnet. Wenn man das jetzt gegenüberstellt, was da heute ist, weißt du, der hat für die Endo sich ganz entspannt eine Stunde Zeit gelassen, hat dafür so viel bekommen, dass es sich gelohnt hat. Und die Endo damals war ja 100 mal einfacher als heutzutage.
Der hat kein Mikroskop gebraucht. Er hat ein bisschen rumgeprobt, zwei Stifte reingemacht und das war gut nach damaligen Standards. Klar, heutzutage. Du kriegst an der Inflation gemessen 1/4 vom Geld. Aber der Anspruch an die Endo ist ja fünfmal größer. Also, du musst fünf Mal mehr Qualität bringen für einen fünftel vom Geld. Und das kann irgendwie nicht funktionieren und macht keinen Spaß mehr.
Und dann dazu noch die ganze Bürokratie, dass du halt das Dokumentieren, das Nachweisen. Der Patient ist viel aufgeklärter, braucht viel mehr Informationen drumrum, weil er ja auch selber zuzahlen muss und und und. Das macht es einfach in der Summe echt anstrengend und man muss noch viel passieren, damit das besser wird für uns. Bevor wir zum Thema Mitarbeiter was man ja auch gut in diesen Zeiten mit dem Thema oder dem unter dem Stichwort Fachkräftemangel verknüpft, würde ich gerne einmal noch mal zum Thema Bürokratie nochmal zurückkommen.
Du hast es gerade ein bisschen beschrieben, Dokumentationsaufwand etc. kannst du so abschätzen oder uns mal so einen Einblick darin geben, wie viel Aufwand man wirklich na, bisschen PI mal Daumen. Ich glaube, man kann es nicht ganz genau beziffern. Du eigentlich für Dokumentation etc. und administrativen Aufgaben so in deinen Standorten, in deinen Behandlungsräumen dann Behandlungs setting hast. Das sind sicher an die 30 % würde ich jetzt mal einfach so in den Raum einwerfen.
Also dass es riesen riesen Brocken, weil man ja einfach aus verschiedenen Gründen dokumentieren muss. Man muss für den Staat über die Krankenkasse dokumentieren, für die Versicherungen, man muss für den Patienten, für einen eventuell ein Rechtsfall dokumentieren, falls der Patient sich nachher doch nicht mehr daran erinnern kann, dass man das so gesprochen hat. Und eben waren die ganzen Prozess ja noch dokumentieren eben Sterilisation, Hygiene, Qualitätsmanagement, all das Drumrum.
Und da fragt man sich ganz oft Hat der Patient was davon? Krass. Schön, dass du es so pointiert einmal darstellst. Ich glaube mit den 30 %. Es gibt so ein paar Studien am Zentralinstitut tut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung an, zusammen mit der Kassenärztlichen Karkasse, also Kassen Zahnärztlichen Bundesvereinigung, eine Studie gemacht. Und da wird auch von roundabout 30 %. Aber es passt also total.
Das heißt, die Studie spiegelt auch tatsächlich den Praxisalltag wieder. Ich würde noch einmal nachhaken wollen, weil du ja auch gesagt hast und dann gehen wir vielleicht auch zu dem Thema Was kann das denn verändern? Weil wir wollen ja auch lösungsorientiert mit dir so ein bisschen brainstormen was kann denn gegen. Ja, ich sage mal, diese offenen Flanken, wenn wir sie mal so betiteln wollen.
Ja, diese Umstände getan werden. Eine kurze Frage noch, aber mittlerweile werden Aussagen getroffen, dass roundabout 96 % der Zahnärzte und Zahnärzte sagen, die Bürokratie hat sogar unmittelbar Auswirkung auf die Versorgung von Patientinnen Patienten. 100 %, 100 %. Wir sehen das bei uns jetzt im Bereich Abrechnung in der Schweiz. Wir haben ja die Schweiz direkt über der Grenze. Wir sind ja direkt an der Grenze.
Und für die Schweizer Zahnärzte, die haben keine Ahnung, 40 verschiedene Abrechnungspositionen und die schreiben halt Krone Füllung, zack, Rechnung raus, fertig. Patient bezahlt und das macht es halt so viel einfacher. Und was machst du mit der Zeit? Du hast mehr Zeit für den Patienten und du willst ja dem Patienten gerecht werden, ihn aufklären, ihm erklären, warum was gemacht wird und ihm auch ermöglichen, die richtige Entscheidung zu treffen.
Aber das braucht Zeit und der Staat zwingt uns dazu, die Zeit anders zu verbringen für weniger Geld. Und da muss man sich halt fragen Ist das so schlau, was unser Staat gemacht? Wo ist da die Balance zwischen Leistung, Qualität und vor allen Dingen die unmittelbare Patientenversorgung? Ähm Andreas, ich hab dich jetzt ja auch echt kennengelernt als jemand, der sagt na ja, also wenn es nicht anders geht, dann nehme ich es hin.
Das bist du nicht, um es mal ganz deutlich zu sagen. Von daher welche Möglichkeiten hast du? Oder Instrumente hast du in deiner Praxis oder in deinen Praxen geschaffen, um tatsächlich diesen Umstand Schrägstrich Missstand, den du jetzt auch noch mal sehr deutlich aufgezeigt hast, zu begegnen. Wir sind als große Institution jetzt in der Lage, dafür natürlich Mitarbeiter einzustellen und Prozesse zu schaffen, die dem wieder entgegenstehen.
Dass man Patienten auf eine andere Art informiert, dass man da im Vorfeld viel Information rausgeht und dass man eben die Kollegen so unterstützt, dass die richtig behandeln können. Also ganz praktisch Jeder Zahnarzt bei uns hat drei eigene Helferinnen. Wir haben einen Zahnarzt, der hat sieben eigene Helferinnen. Aber den Luxus muss man sich leisten können. Und bei uns ist das auch so, zum Beispiel in der Beratung.
Der Zahnarzt redet, kann sich voll auf den Patienten fokussieren und die Helferin schreibt mit und filtert das und dokumentiert das. Aber das geht halt auch nur, wenn du genügend Fachkräfte hast dafür. Wenn der Zahnarzt das selber machen muss, ist das eine Katastrophe und dann fehlt total irgendwo. Ich weiß nicht. Also wir haben uns darüber nicht wirklich abgesprochen, wie wir eigentlich die Überleitung von Frage zur Frage machen.
Aber du hast mir wieder mal eine Steilvorlage geliefert. Von daher den Ball nämlich direkt auf das gesagt. Na ja, also in Teilen haben sogar Behandler, also sprich Zahnärzte und Zahnärzte bei dir ähm Unterstützung von sieben 5 bis 7 Zahnärzte, Läuferinnen oder Helfer sage ich jetzt einfach mal so, Hattest du ja gerade eben angedeutet, der Fachkräftemangel. Ist der denn in den Zahnarztpraxen nicht so vorhanden?
Also Krankenhaus wissen wir, ähm Pflege, sei es jetzt zu Hause oder in der ambulanten Pflege, wissen wir auch. Wie sieht es in der Zahnarztpraxis aus? Also der Fachkräftemangel ist extrem und im Dialog mit Kollegen, weil viele Kollegen fragen uns natürlich als großen Wir sind gerade in dem Bereich mit der Chirurgie in Kombination der größte Anbieter in Deutschland. Und viele fragen uns Kriege ich viele Sorgen und Nöte mit?
Wir als richtig starke große Marke, als Doro Klinik sieht man jetzt hier schon, wie wir das nach außen tragen, wie wir das medial auch zeigen, wie viele Promipatienten wir haben. Das zieht natürlich Mitarbeiter an, aber als normale Praxis kannst du das nicht so machen und dann hast du einen extremen Mitarbeitermangel. Und das, was ich dazu mitkriege von vielen Kollegen, ist, dass die auch ganz, ganz hilflos sind.
Wie sie die Mitarbeiter binden und führen und dann verlieren sie die wieder. Wir hatten witziger Weise Heute Morgen auf dem Weg hierher war der Taxifahrer mit einer Zahnärztin verheiratet. Und der hat genau das erzählt. Der hat gesagt, seine Frau ist eine Kinderzahnärztin, die hier in der Praxis arbeitet, und die ist total gefrustet, weil der Chef ist auch eher noch konservativer unterwegs und die haben einen riesen Wechsel.
Weil man aber auch nicht auf die Mitarbeiter eingeht. Es gibt keine Mitarbeitergespräche, die werden nicht gehört. Der Chef ist dann einfach nur angenervt, spiegelt das wieder oder irgendwann kündigen die. Und da eine moderne Arbeitskultur reinzubringen, fehlt die Zeit, weil man in der Zeit dokumentiert und kein Coaching Gespräch führen kann. Interessant. Das heißt das Thema Bürokratie setzt sich sozusagen oder administrative Aufwand setzt sich dann auch weiter fort in der Frage, Mitarbeiter, Bindung oder Mitarbeiterhaltung, Mitarbeiterführung tatsächlich überhaupt auch mit leisten zu können.
Ich würde es trotzdem noch einmal interessieren. Du hast jetzt gerade so ein paar Aspekte genannt wurde sagst na ja, okay, darüber, ich sag mal, stelle ich her, dass bei mir die das Thema Fluktuation oder Fachkräftemangel nicht so eklatant, ich will es jetzt einfach mal so ausdrücken zutage tritt, wie es vielleicht bei anderen ist. Ich weiß, du bist auch politisch ein sehr interessierter Mensch.
Wir beide haben schon über ganz viele Themen auch gesprochen. Wenn du dir jetzt mal so anschaust wie wir aktuell, ich sage jetzt mal mit den nicht akademdemisierten Berufsbildern umgehen, was würdest du dir lösungsorientiert dafür wünschen, wie wir als Politik, Gesellschaft im Gesundheitssystem eigentlich zukünftig nicht akademisierte Heilberufe, die du ja sozusagen als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Praxis hast, wie wir mit denen eigentlich.
Weiterdenken. Also wir gehen ja davon aus, dass wir einen ganz, ganz großen Mangel haben, sowohl an Ärzten, aber Zahnärzten und auch an den Berufsgruppen, die nachfolgen, sind. Ich glaube, wir müssen alle eine Stufe weiter nach oben schieben. Und wir müssen die Zahnarzthelferinnen und die nicht akademisierten Heilberufe, wie du gesagt hast, die ja super kompetent sind, eine Stufe hoch bringen, weil die können ganz ganz viel und bei uns machen die ganz ganz viel.
Aber in vielen Praxen dürfen die das nicht, Die dürfen auf gar keinen Fall zum Beispiel den Stevie machen. Das ist eine komplette Verschwendung, oder? Früher hat man gesagt, die Azubi muss erst mal drei Monate lang putzen, bevor die überhaupt was machen darf. Totaler Quatsch. Bei uns springen die sofort ins kalte Wasser. Die müssen an den Patienten, die dürfen kommunizieren, die dürfen auch prophetische Arbeiten mit vorbereiten, mit Einsätzen.
So was. Die können so viel machen und oft genauso gut wie ein Zahnarzt. Wenn die dazu angeleitet werden und dann sind die motiviert, haben Spaß, dann kann man die auch gut bezahlen, weil sie dann ja viel mehr Wertschöpfung betreiben und das muss man sich einfach trauen. Und da muss der Staat auch den Mut dazu haben, das zuzulassen. Und das Schöne ist, damit an Staat oder Politik den Mut hat, bedarf es immer so den sogenannten First Mover, die einfach aufzeigen, dass trotz, ich sage mal auch der Fragestellung, sei es haftungsrechtlich etc. man einfach Frau Vorreiter mal zeigen kann, das funktioniert und es gibt gute Ideen, wie man das trotzdem ausbalancieren kann.
Dass Qualität und Leistungsanspruch trotzdem weiterhin so vorhanden ist, finde ich toll, dass du uns dieses Beispiel hier so ganz konkret gegeben hast. Du hast natürlich absolut Recht, die Qualität muss passen. Also das darf natürlich nie zulasten der Qualität gehen, aber das kann man absolut gewährleisten. Ich hätte jetzt noch eine letzte Frage Wenn du drei Dinge jetzt ganz aktuell in deinem Praxisalltag ändern könntest, welche wären das?
Also wir sind bei ganz vielen am am ändern. Gerade deswegen kann eigentlich das ihr sagen, was wir gerade schon am Anfang sind, was wir ganz neu haben dieses Jahr. Es wir haben einen richtig guten CMO eingestellt. Also ein Marketingchef, ja sogar ein Doktortitel witzigerweise und das ist noch mal eine neue Liga von Kommunikation in alle Richtungen. Weil Marketing ist auch Recruiting.
Und viele Praxen sagen, wir haben genügend Patienten, aber wir brauchen das Marketing fürs Routing und da richtig anzusprechen und das offen. Richtig liegt so ein Do it yourself Level zu heben, sondern auf ein professionelles Level. Und wir nutzen das auch ganz, ganz viel, um jetzt digital oder noch herkömmlich mit den Patienten mit Flyern zu kommunizieren, mit Vorbereitungsmitinfos vor dem Termin, dass die schon informiert kommen.
Und daran aufbauend haben wir den Alexander. Der ist unser Sales Officer, auf der die Zahnärzte schult richtig zu beraten, weil Ärzte sind. Es sind Behandlungsverhinderer, die machen nur Angst. Die reden so unkompliziert, so kompliziert drumrum, dass die Patienten ganz oft das nicht verstehen und sich nicht abgeholt fühlen. Und es geht ja nicht darum, jemandem was aufzuschwatzen. Aber den Wunsch zu erkennen und dem Menschen zu erleichtern, sich zu trauen, das zu machen.
Und das Dritte, was wir bei uns haben, ist die Anika, die zusätzlich ins Team gekommen ist. Die hat vorhin fünf Sterne ausgeführt als Geschäftsführerin, und die ist, die Sie Oh, bei uns, die auch ganz, ganz viel wirklich operativ reingeht, die Leute zu führen, die Teams zusammenzubringen, weil das ist in der kleinen Praxis auch ganz oft das Problem. Du hast keine Zeit, wenn Stickereien gibt, wenn es Streit gibt, Missverständnisse, da kompetent reinzugehen und die Leute dann wieder zusammenzubringen und das in der Summe ist eine neue Liga absolut super krass, was du gerade schilderst und ich würde gerne trotzdem einmal so zwei drei Nachfragen nach stellen, weil auch das also Stichwort statistischen Making.
Du hast ja gerade gesagt, das ist total wichtig, dass man den Patienten die Patientin auf ich sage mal die Behandlung und die zukünftige Behandlung informiert. Wir haben immer informierte Patientinnen und Patienten. Na, es gibt ja, glaube ich sogar eine Website, die ein Angebot an Patientinnen und Patienten macht. Was habe ich? Die dann einfach aufgeklärt werden; Was ist denn da eigentlich los?
Jetzt könnte vielleicht der eine oder andere sagen, der uns hier so beiden zuhört. War ja bei 350 Mitarbeitern und Mitarbeitern. Ist doch klar, dass das funktioniert. Ich habe aber nur weiß ich nicht. Ich bin nur ein zehnköpfiges Team. Was hast du denn? Machst trotzdem! Also wir haben das ja vorher schon gehabt und es ist beim zehnköpfigen Team viel, viel einfacher.
Dann kannst du als Chef noch relativ eng den Kontakt halten. Aber wenn es in so eine Größe geht von 50, 100 Mitarbeitern, das ist eine ganz schwierige Transition, weil du dann Strukturen schaffen musst. Und wir sind ja als Zahnärzte auch nicht darin ausgebildet, so ein Team aufzubauen und zu erkennen, Ist es ein guter Manager, ist es ein gutes Marketing und die Sachen zu kontrollieren und zu bewerten?
Mega mega schwierig. Ich habe mich dran erinnert. Wir sind ja drüben gerade in einem anderen Raum noch mit dem Austausch und in dem Raum hatte ich damals vor 30, 25 Jahren die erste Vorlesung an der Uni Witten zu dem Thema Praxismanagement. Ach, interessant. Und inzwischen hat sich da auch nicht wirklich viel getan. Wir Ärzte und Zahnärzte haben ja keinen Schimmer davon und deswegen stehen wir da so hilflos.
Da würden die meisten würden auch lieber einfach nur behandeln und hätten gerne Manager. Aber das kann auch ganz schnell nach hinten losgehen deswegen. Also mein Tipp ist da einfach fleißig selber machen, sich informieren, Kurse zu machen in Kommunikation, in vielleicht systemischen Fragen und innere Kunde. Dieser Kunde, also Patient und Angestellter. Es ist das gleiche. Es sind die gleichen Skills, die man lernen muss, um nah am Patienten zu sein und dem gerecht zu werden und genauso auch der Mitarbeiter.
Was du jetzt aber gerade schilderst, mir wird das jetzt gerade noch einfach mal sehr deutlich und total bewusst ist Wir reden immer von Transformation. Wir als BFS befinden uns auch als Unternehmen in einer Transformation. Und ich merke jetzt ganz deutlich, warum sollte das eigentlich vor dem Gesundheitswesen und nicht nur auf der systemischen Ebene, sondern tatsächlich auch? Natürlich stehen auch Praxen vor genau so einer Transformation wie wir in allen anderen Branchen in der Gesellschaft aufgrund vieler Umstände, die wir in der Welt nun mal einfach haben, Stichwort neue Technologien, demografischer Wandel etc. steht ihr genau an der gleichen.
Ich will das jetzt mal sagen stelle die Menschen ändern sich und ganz böse gesagt, das werden jetzt viele Kollegen nicht gerne hören. Ist ganz oft stinkt der Fisch vom Kopf. Und wenn man natürlich mit wirklich antiquierten Umgangsform agiert, weil man es nicht anders kennt und weil man den Druck spürt, kommt man nicht weiter. Das ist ganz blöd in der Medizin, weil du bist so durchgetaktet, hast die ganze Zeit den Stress, dann passt die Krone nicht richtig.
Du bist genervt und dann gibt dir Tina das falsche Instrument und dann wird dich schon mal angeschnauzt vor dem Patienten. Die ist frustriert und das findet aber nie ein richtiges Gespräch statt, weil da kommt schon der nächste Patient. Abends geht die nach Hause, fühlt sich schlecht und das die Art von Kommunikation, das ist, das kann nicht mehr funktionieren, da muss man raus.
Und auch wenn da die Zeit fehlt, dann muss man Wege finden, wie man das löst. Ganz ehrlich, Ich weiß, dass jetzt Zuschauerinnen und Zuschauer mit dabei sind, die sagen Pass mal auf, ich möchte Veränderung. Und ich höre mir gute Beispiele an, nimm Anregungen mit und möchte mich eigentlich selber empowern. Ich bin mir ganz sicher, da hast du die eine oder andere Idee uns und allen anderen auch mitgegeben.
Andreas, vielen Dank für unser Gespräch. Das freut mich sehr, sehr gerne.
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Digitalisierung
Alexander Rinnert im Gespräch mit Dr. Michael Weiss
Hallo. Mein Name ist Alexander Rinnert Wir sind heute bei Dr. Michael Weiss in der Praxis und gemeinsam werden wir über Digitalisierung in der Zahnmedizin sprechen. Ich freue mich sehr auf das Gespräch. Hallo Michael, freut mich, dass ich hier bin. Das wir über Digitalisierung sprechen können und freue mich auf das Gespräch.
Hallo Alex, ganz meinerseits. Du weißt, dass ich mich immer freue, wenn wir zusammen sind. Ja, wir haben einige Themen, die wir besprechen können. Das könnte das Ganze lange dauern. Aber wir wollen uns fokussieren auf das Thema Digitalisierung und auch die Herausforderungen, die es gibt.
Wir sind schon öfter zusammenkommen, nicht nur am Thema oder Odontathon bei den ganzen digitalen Zukunftsthemen, auch beim Thema Senioren Zahnmedizin, Versorgung. Wie können wir das Thema Digitalisierung so denken, dass es nicht nur in einzelnen Spezialpraxen funktioniert, sondern wirklich flächendeckend in der Versorgung ankommt? Ja, Digitalisierung ist für mich auch ein Herzensprojekt. Gerade als technikaffiner Zahnarzt. Und weil ich eben auch sehe und davon überzeugt bin, dass die Digitalisierung in den Zahnarztpraxen greifen muss, damit wir zukunftsfähig sein werden.
Wir haben in Deutschland ganz schön viele Altlasten. Also wenn wir jetzt haben, wir sind nicht nur Ordner, sondern auch Medizin, sagt Gematik oder elektronische Patientenakte, dann bringt das jetzt nichts. Begeisterungsstürme? Ja, das fängt schon alleine damit an, dass einige Praxen überhaupt nicht richtig internetmäßig versorgt werden. Aber viel zu langsam. Es gibt zum Beispiel Pflegeeinrichtung, da kann ich noch nicht mal telefonieren, weil kein Netz da ist.
Und das kann man sich in Deutschland, gerade im Ruhrgebiet, da eigentlich gar nicht vorstellen. Aber das ist noch Diaspora und wir müssen da erst mal auch anfangen. Jetzt sprichst du Pflegeeinrichtungen an, das wird in Zukunft immer wichtiger Teil der auch der zahnärztlichen Versorgung sein. Da hast du einiges an Erfahrungen gesammelt. Was sind für dich Sachen, die jetzt schon funktionieren und was sind Sachen, die zwingend in Zukunft besser funktionieren müssen?
Ja, also das ist natürlich jetzt so ein Spezialgebiet in der Zahnarztpraxis. Der Umgang mit Pflegeeinrichtungen und vor allem die Kommunikation mit Pflegeeinrichtungen. Und ich glaube, da sind wir nun zufällig an einem Punkt, der noch sehr stiefmütterlich behandelt wird, weil man muss zugeben, die Kommunikation überwiegend findet per Telefon und Faxgerät statt. Und das in der heutigen Zeit, obwohl die Pflegeeinrichtungen eigentlich schon 2024 verpflichtet waren, an die angeschlossen zu sein.
Man hat das jetzt wieder verschoben auf Mitte 25. Und ehrlich gesagt, ich sehe das noch lange nicht mit der 25, weil die Voraussetzungen in den Pflegeeinrichtungen noch schwieriger sind als in Zahnarztpraxen. Und ich sehe da wenig Bewegung im Moment. Aber es wäre unbedingt erforderlich, damit ich vor Ort auf die Patienten Daten zugreifen kann. Dass wir Rezepte vor Ort ausstellen können.
Also das ist extrem wichtig, dass hier Digitalisierung uns Vorteile bringt. Wichtig, weil du dann besser arbeiten kannst oder warum ist das für dich wichtig oder warum Siehst du, es gibt mehrere Aspekte. Natürlich, wenn du sagst, damit ich besser arbeiten kann. Klar ist es für uns eine Erleichterung. So muss ich alles aufschreiben auf Papier. Ich muss das in der Praxis übertragen.
Wenn ein neuer Patient kommt, kann ich gar nichts machen. Ich muss mir erst mal die Daten aus der Praxis holen. Also für den Arbeitsablauf, ganz klar. Aber auch für die Patienten. Sicherheit ist es wichtig, dass ich sofort die Daten zur Hand habe. Wenn zum Beispiel ich sage mal in Anführungszeichen Notfall, ist das tatsächlich jetzt irgendeine Hochentzündung der Zahn entfernt werden muss, dann muss ich auf einen Blick die Daten des Patienten vor Augen haben und kann ja nicht erst wieder nach Hause fahren.
Das gibt gesagt ja der Einschluss der Pflege in die Thematik, das wird noch lange dauern. Also gefühlt für mich. Ja oder zumindestens so das es auch mit der Zahnmedizin gut funktioniert. Andere Sachen, die gibt es schon, werden aber auch noch nicht genutzt. Und dann gibt es wieder ganz viel Bedarf in Pflegeeinrichtungen. Aber auch das wird nur von wenigen Kollegen so wahrgenommen in der Praxis Konzept.
Was wünschst du dir an Entwicklungen, damit die Senioren Zahnmedizin da auch den Schritt nach vorne gehen kann? Also am schönsten wäre es natürlich, wenn wir einen ich sag mal IT Beauftragten vor Ort haben, der sich um diese Infrastrukturen vernünftig fundiert kümmert mit Fachwissen und nicht irgendwie von irgendwelchen Firmen nur angetisert wird und dann glaubt, das umsetzen zu müssen, sondern da müssen schon Leute vor Ort sein, die auch zu Hause sind in der Thematik, um die Umsetzung in den Einrichtungen lenken zu können und zu überwachen zu können, damit wir mit unseren neuen Techniken Einzug halten können.
Michael Stichwort Gematik Wir haben ganz viel an Neuerungen, neuen Ankündigungen, ich glaube auch an Verbesserungen wahrgenommen. Aber es ist mit Sicherheit noch viel Luft nach oben. Ein Thema, was besonders geschätzt oder auch hervorgehoben wird in der Tradition, ist das Verfahren. Das hat natürlich auch im Vergleich von anderen Gematik Anwendungen viel erfolgreiche Aspekte, die man jetzt schon feiern kann.
Ich glaube, wir sehen aber beide auch noch einen ordentlichen Verbesserungsbedarf. Ja, also da bin ich ganz bei dir. Da muss noch eine Menge passieren, damit das wirklich Vorteile für die Praxis bringt. Im Moment ist es eigentlich so, dass es uns tatsächlich mehr Arbeit macht als weniger. Und das begrenzt natürlich den Zuspruch in den Praxen und hemmt natürlich die Entwickler, dass sie nicht auf offene Ohren stoßen.
Und hier ist eben besonders hervorzuheben, dass wir, wenn ich dir einen Ein und Kostenplan für eine Krone mache, den per Papier mit mehreren Seiten und jetzt sogar eine Seite zusätzlich mit Erklärungen ausdrucken muss, du den zu Hause unterschreibst, mir den zurückbringt und ich darf dann digital das Ding zurückschicken und warte dann auf Antwort. Normalerweise würde man denken ja, innerhalb von ein paar Stunden kommt das Ding zurück.
So war es ja auch mal angedacht. Das passiert tatsächlich auch mal, aber in sehr seltenen Fällen. Wenn das jetzt ein ganz einfache Versorgungsverfolgungskrone, da kann das gut passieren. Aber wehe, wenn du eine Anmerkung in das Bemerkung Feld schreibst, dann dauert es Wochen, bis die Sache zurückkommt, weil dann andere Prozesswege wahrscheinlich notwendig sind. Wehe, wenn es praktisch ein Härtefall ist, also jeder Sonderfall bringt das System sofort an die Grenzen und wir sind langsamer als vorher.
Und so kann es ja eigentlich nicht gedacht sein. Und da ist noch viel Nachbesserungsbedarf. Michael Stichwort Gematik. Das Thema im DZ Verfahren ist ein wichtiges Thema in der Zahnmedizin. Es hat große Erfolge auch für die Thematik gebracht. Aber wir sind uns einig, da ist noch einiges an Verbesserungspotenzial. Kannst du dazu mit uns was sagen? Ja, da bin ich ganz bei dir.
Also diese elektronischen Verfahren im Kontakt mit der Krankenkasse sind extrem wichtig für uns. Und da ist das Potenzial auch, um praktisch Aufwand einzusparen. Aber im Moment ist es leider noch so, dass die Sache anders aussieht. Wenn wir jetzt im Beispiel elektronische Heilung Kostenplan nehmen und ich den beantrage, dann muss ich praktisch diesen noch mal ausdrucken, dir geben, Du musst den unterschreiben.
Es gibt noch keine elektronische Unterschrift vom Patienten, dann wäre das Problem behoben. Ich muss das Ding dann zur Kasse schicken. Elektronisch. Es kommt zurück und normalerweise würde man ja erwarten, dass das relativ kurzfristig zurückkommt. Und das ist auch in seltenen Fällen der Fall, wenn wir eine sehr einfache Versorgung haben, zum Beispiel eine Volkuskrone, dann wird es schon mal passieren, dass das innerhalb weniger Stunden genehmigt zurückkommt.
Aber wehe, man schreibt irgendeine Bemerkung unten in das Bemerkungsfeld, dann werden die Sachen sofort aus dem normalen digitalen Weg anscheinend ausgegliedert und händisch bearbeitet. Ich weiß es jetzt nicht genau wie, aber dann dauert es Wochen. Wehe, wenn wir praktisch einen Härtefall haben. Dann dauert es auch Wochen, bis die Sache zurückkommt. Also man merkt hier ganz klar, solange wir auf dem vorgegebenen Pfad sind, funktioniert das.
Aber es werden ganz wenig Abweichungen toleriert. Die werfen uns sogar zeitlich weiter zurück als das, was wir vorher hatten. Und in der Summe. Glaubst du, das Verfahren hilft dir aktuell oder erinnert es sich eher? Also im Moment würde ich sagen, es ist relativ pari. Es bringt uns nicht richtig nach vorne. Ich sehe es um mehr als Versuchsphase. Wir machen mit, weil wir hoffen, dass es sich verbessern wird.
Und es wird sich ja nur verbessern, wenn genügend Leute mitmachen und ihre Kritik äußern und damit das verbessert wird. Und ich bin sehr sicher, dass wir an einen Punkt kommen, wo es gut funktionieren wird, wo es uns eine echte Hilfe ist. Michael Bei der Gematik gibt es auch neue Projekte die elektronische Patientenakte, das Rezept. Was siehst du da für Chancen?
Ja, also wenn wir jetzt mit dem Rezept anfangen, auch da haben wir natürlich genau die gleichen Kinderkrankheiten gesehen, die wir jetzt praktisch bei dem EHEC sehen. Das Rezept wurde ausgerollt, dann wieder zurückgenommen und jetzt läuft es und es läuft eigentlich für den Standardpatienten sehr gut, muss ich sagen. Aber auch hier wieder Es ist nur dieser Hauptweg, der gut läuft.
Und sobald wir jetzt zum Beispiel an die pflegebedürftigen Patienten denken oder in Pflegeeinrichtungen, die nicht einen direkten Zugriff auf ihre Patienten karte haben usw, funktioniert das nicht. Da muss ich plötzlich wieder mein Papier geschriebenes Rezept per Fax der Einrichtung übertragen, die dann damit zur Apotheke geht. Oder es kommt sogar ein Fahrer bringt mir die Karte, damit ich es draufspiele und nimmt sie wieder mit.
Also das ist so ein bisschen anachronistisch und führt eigentlich dieses System so ein bisschen ad absurdum. Das ist kein seltener Fall, denn wir müssen überlegen Wir haben 5 Millionen Pflegebedür ftige Personen. Das ist ein großer Teil, der mit dem Rezept abgedeckt wird und hier leider eben nicht richtig abgedeckt wird. Und da finde ich, brauchen wir echte Nachbesserungen, damit es funktioniert.
Also zusammenfassend finde ich, dass so ein bisschen Revue passieren lasse, sagst du Digitalisierung hilft. Digitalisierung hat ein Riesenpotenzial. Aber wir haben auch hier Versäumnisse in der digitalen Infrastruktur, die immer wieder zu Medienbrüchen führen. Und wir versuchen immer wieder, die einzelnen digitalen Lösungen in die Praxis reinzubringen und vergessen aber, dass links und rechts dadurch eigentlich die Prozesse in den Praxen nicht richtig mit abgebildet werden und teilweise das sogar zu Mehrarbeit führt.
Wie schaffen wir es, dass wir vor diesem Hintergrund, weil wir die digitale Infrastruktur in Deutschland wirklich jetzt nicht in ein paar Monaten von jetzt auf gleich super verbessern? Wie schaffen wir es da, die Praxen und vor allen Dingen die Mitarbeiter und Patienten mitzunehmen? Ja, denn gerade wenn du das Thema Mitarbeiter ansprichst auch da müssen wir darauf achten, dass wir nicht durch diese gut gemeinte Digitalisierung unsere eigenen, schon sehr knappen Personalressourcen noch vergraulen.
Dass sie, sage ich machen muss, den ganzen Tag Papierkram machen. Also deswegen ist es auch wichtig, dass diese digitalen Sachen wirklich anwenderfreundlich sind und punktgenau sitzen und. Hier ist es ja eigentlich ganz einfach Wenn man was ausgerollt hat, dann kann man doch mal Aktionen starten und in den Praxen nachfragen, was läuft, was ist nicht gut, dass solche Sachen gesammelt werden und dann priorisiert und dann versucht werden wieder umzusetzen.
Aber mich hat noch niemand jetzt außer dir danach gefragt und deswegen bewegt sich das glaube ich auch zu langsam. Wir müssen hier korrigierend nachbessern und diesen Effekt müsste man spüren. Dann wäre mir da viel wohler. Ein anderer Punkt ist, dass man eben diese ganzen unterschiedlichen Tools, die uns jetzt angeboten werden, über die ich mich auch sehr freue und die wir gerne aufnehmen, dass die eine Sprache sprechen.
Wir brauchen gemeinsame Schnittstellen. Ich vergleiche das jetzt mal mit dem USB PC Stecker, der im Prinzip die Computerwelt stark vereinfacht hat. Die Kommunikation, Anschluss, Technik usw. Wir brauchen den USB PC Stecker für unsere Digitalisierung. Wir brauchen eine Sprache, einen Open Source Code, damit die Sachen richtig ineinandergreifen. Und nur so kommen wir weiter mit einer VDDS Schnittstelle. Oder eine Deichsel ist zwar schön, aber viel zu wenig.
Das reicht einfach nicht. Also bevor immer neue Tools entwickelt werden, müsste man erst mal die Basis, eine gleichmäßige Basis schaffen und dann macht es auch Spaß weiterzuentwickeln. Und so ist jeder Einzelkämpfer. Wie schaffen wir es, die Implementierung der Digitalisierung in der Zahnmedizin noch weiter voranzutreiben? Ja, ich glaube das ein Kardinalpunkt eine gemeinsame Sprache sein wird. Wir sind eigentlich schon durch die unterschiedlichen gut gemeinten Digitalisierungsmaßnahmen wirklich grenzwertig gefordert.
Da können wir auch gleich noch mal darauf zu sprechen kommen. Und solange wir nicht eine Basis wie in Open Source Code haben, wo die Sachen darauf aufgebaut werden, dass die sich untereinander verstehen und dass die dann letztendlich in unserer PVs im Cockpit zusammenlaufen können, werden wir keine größeren Vorteile generieren, sondern es geht eher in die andere Richtung. Ich habe überall Insellösungen, also zum Beispiel der digitale Anamnese Bogen, der kostet mich Geld, ich habe Arbeit damit, ich habe all die KI gestützte Dokumentation während der Behandlung kostet mich wieder Geld.
Das sind alles Abomodelle. Das ist nicht wenig und ich muss alles per PDF wieder hinten dranhängen. Ich habe eine wahnsinnig tolle KI, die mir ganz schlagartig befindet, aber ich muss ein riesen PDF hinten dranhängen. Kostet mich auch eine Menge Geld. So, das bedeutet für mich, ich habe viel Arbeit und habe hohe Kosten und so kommen wir nicht weiter und das wird die Leute frustrieren und wer ist da am Zug?
Müssen die Zahnärzte sich organisieren und mehr Druck machen auf die Gematik, auf die Firmen? Weil Schnittstellen gibt es ja. Man kann ja Schnittstellen herstellen, woran man glaubt. So liegt also ganz eindeutig. Das liegt nicht in der Kompetenz der Zahnärzte. Wir sind gefordert, die Sachen, die man uns anbietet, zu testen auf Praxistauglichkeit, Anwendbarkeit usw, wo wir gerne mitmachen. Aber das ist Aufgabe der Industrie.
Hier, sich auf eine Schnittstelle zu einigen, damit die Industrie besser zusammenarbeiten kann und das dann durch die Produkte für uns anwendbarer werden und kostengünstiger in anderen ärztlichen Bereichen. Ich sage jetzt mal Radiologie usw da gibt es ja mit Sicherheit Stellen wesentlich mehr funktionierende Workflows. Kannst du dir vorstellen, warum das in der Zahnmedizin jetzt erst so wichtig wird? Also wir sind ja davor auch schon digital gewesen.
Ja, aber es ist natürlich so, dass diese ganzen unterschiedlichen Tools, die ich gerade eben schon angesprochen, die sind ja noch alle brandneu, die sind ja erst in letzter Zeit gekommen und es ist natürlich klar, so ein Unternehmen, das hat sich eine Fragestellung gestellt und will die lösen und löst die auch, aber denkt anscheinend nicht so weit. Wie arbeitet das mit allen zusammen?
Weil das ist ja dann erst mal nachher. Die wollen das im Markt bringen, es soll verkauft werden. So, und dann überlegen die erst ja, wie kann das jetzt richtig zusammenspielen? Das lieben Orchester haben tollen Pianisten, aber der macht sich keine Gedanken, wie es im Orchester klingt Und dann erst mal hinkommen. Also das Zusammenspiel. Und das ist eigentlich in meinen Augen Aufgabe der Industrie und nicht der Zahnärzte.
Michael Ich weiß aus den ganzen Gesprächen, ihr seid immer vorne in der Digitalisierung. Ihr seid allen Lösungen sehr offen gegenüber. Wer testet die im Markt? Was sind die Entwicklungen, die du siehst und wie implementierst du auch diese Lösungen? Schaust das ja auch wirklich langfristig in den Praxen wirklich auch einen Effekt bringen? Ja, also wie ich schon sagte, als technisch affine Zahnarzt sind wir immer dabei, aber jetzt eben nicht kritiklos dabei, sondern wir prüfen, ob das Sinn macht.
Und dann testen wir die ganzen Sachen. Aber letztendlich muss ich natürlich auch die Kosten im Blick haben und wir können uns da nicht, ich sage es jetzt mal verspielen und wir müssen an die Wirtschaftlichkeit denken und da ist es so, dass wir wirklich die Sachen im Cockpit irgendwie zusammenführen müssen. Wenn das nicht gelingt, werden das einzelne Versuche bleiben, die vielleicht von einigen Idealisten noch weitergetrieben werden, aber nicht für die breite Masse sind.
Und wir brauchen diese Themen für die breite Masse, damit sie wirklich funktionieren. Der Blick auf die Zukunft, auf die Digitalisierung Was siehst du an Chancen? Was muss sich auch noch weiter verbessern? Ja, also ich bin wirklich total überzeugt, dass die Digitalisierung und auch die ganzen KI Anwendungen uns speziell in der Zahnarztpraxis wirklich nach vorne bringen werden. Aber wir sollten uns eben auf eine gemeinsame Sprache einigen, denn wir haben einfach nicht nur die Anwendung an sich zu beachten, sondern auch die betriebswirtschaftliche Seite, die Kostenseite und alles muss zusammenspielen.
Und da kann man so ein bisschen auf ein Orchester zukommen. Es müssen alle Solisten vernünftig zusammenspielen, damit ein guter Klang rauskommt, dass sich alle wohlfühlen. Und da gehört eben bei uns die technische Komponente, der Nutzen für den Patienten, die Kostenseite dazu. Und erst wenn alle Features gut zusammenspielen, dann kriegen wir einen harmonischen Klang. Und wir werden mit dieser Digitalisierung die Zahnarztpraxen richtig nach vorne bringen.
Super Michael, vielen, vielen Dank! Danke für das Gespräch. Gerne. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.
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Digitalisierung | Prozesse
Alexander Rinnert im Gespräch mit Dr. Rebecca Otto
Hallo. Mein Name ist Alexander Rinnert. Heute sind wir in der Zahnarztpraxis von Frau Dr. Rebecca Otto. Wir reden über das Thema Digitalisierung und Prozessoptimierung und ich freu mich schon sehr auf den Austausch.
Rebecca, vielen Dank, dass wir hier sein dürfen. Du hast ein ganz tolles Praxisprozess mit einem sehr starken Fokus auf nicht nur Prozesse, sondern auch Effizienz. Wie nutzt du Digitalisierung und wie schaffst du es auch mithilfe von Digitalisierung deine Prozesse weiterzuentwickeln? Also Digitalisierung war hier ein Thema von Anfang an. Natürlich habe ich auch eine digitale Praxisverwaltungssoftware. Von dem ersten Tag an 2009 haben wir das für uns Standard.
Aber auch der Steri ist digital, die Warenwirtschaft ist digital, und ich versuche immer, über solche Prozesse mein Team zu entlasten. Wir kriegen von außen viele Prozesse aufgedrückt, die wir tun müssen, die plötzlich dazukommen. Also gucke ich kann Digitalisierung uns helfen? Dinge, die wir nicht tun müssen, unsinnige Dinge. Kann das nicht Digitalisierung übernehmen, damit wir wieder für andere Dinge Kapazität haben?
Und natürlich, wie man sieht, ist auch unser Aquarium mittlerweile digital. Das ist auf jeden Fall eine sehr schöne Visualisierung von Digitalisierung. Es geht aber auch um die Sachen, die man nicht so sieht. Es geht um die Sachen, wo es auch Glaubenssätze gibt, die man aufbrechen muss und wo es vielleicht auch so ein bisschen Bestandsängste gibt, wo man Leute, ich sag mal, empowern muss.
Das ist ja ein ganz wichtiges Thema, um so ein Praxisgefüge auch nicht zu zerbrechen, sondern weiterzuentwickeln. Da hast du auch ganz tolle Ansätze. Kannst du ein bisschen was dazu erzählen? Ja, also natürlich ist es so bei uns. Wir gucken regelmäßig, wo sind Stellen, wo der Stress sehr hoch ist. Und aktuell ist bei uns das Höchste der höchste Stresslevel an der Rezeption, weil es Patienten aufkommen, so hoch ist.
Und natürlich überlegen wir uns dann wie können wir diesen Stresslevel setzen senken? Ja, das ist uns ganz wichtig. Natürlich schauen wir, wie wir solche Dinge auch senken können, wie wir von dem Stress runterkommen. Und das löse ich nicht, indem ich mehr Menschen einstelle, sondern indem ich mir Digitalisierung zu Nutze machen. Und gehst du dann hin und hast eine Liste von Aufgaben, die umgesetzt werden müssen?
Oder hast du eine eigene Strategie, wie diese effizient geschaffen werden? Na ja, als Teamführung ist es meine Aufgabe, mein Team zu kennen und zu wissen, wie sie ticken. Das heißt, wenn ich denen eine Liste hinlege und sage, dann ist es nicht ist. Ich bin ein Freund. Dass das Team gemeinsam Lösungen entwickelt, wo sie auch dran beteiligt sind an dieser Lösung, dann sind sie auch danach stolz drauf und bewahren es natürlich.
Ich versuche, nichts meinem Team überzustülpen. Das ist mir ganz wichtig, weil sie müssen damit jeden Tag arbeiten und es muss für sie passen. Kannst du ein Beispiel dafür nennen? Und auch so ein bisschen eine Vision, wo du glaubst, wo es hingehen wird? Bei uns In der Praxis haben wir jetzt eine Prozessanalyse machen lassen, nur vom Empfang und dort sind mal alle Prozesse aufgeschlüsselt worden.
Und dort haben wir noch Baustellen einfach identifiziert. Und was machen wir? Wir nehmen nicht die ganze Baustelle, sondern machen kleine Pakete draus. Und unser erstes Thema ist das Thema Emails. Ja, wie können wir Key nutzen, damit die Emails besser sortiert werden, damit der Arbeitsaufwand beim Thema Emails deutlich weniger für alle wird? Und was glaubst du, wie werden sich die Berufe auch weiterentwickeln?
Wir haben eine Rezeptionistin, wir haben einen, sind für eine Zeit fünf. Auch ein Patient hat eigentlich einen Beruf. Kannst du da so ein bisschen was erzählen? Wo glaubst du vielleicht auch in deiner Kinder Zahnmedizin Welt, wo ja auch viel Zusammenspiel ist zwischen einzelnen Fachrichtungen, aber auch zwischen Eltern usw Wir schätze so vor wo werden wir in Zukunft da landen?
Also ich arbeite schon an einem Thema und das ist das Thema Patienten Onboarding. Wir kennen alle diesen Begriff Onboarding, ein Themenbereich der Mitarbeiter. Aber wie machen wir einen Patienten Onboarding Und darüber denke ich gerade nach. Und ich denke tatsächlich über einen Avatar nach, der die Patienten begleitet vor dem Termin. Ja, in Kurz erzählt auch in verschiedenen Sprachen erzählen über das Thema Sprache und Migration ist ein großes Thema.
Das nimmt bei uns jetzt auch zu. Und dass der Avatar die Menschen in ihrer Sprache schon mal abholt und praktisch mit denen das erste Onboarding, noch bevor sie überhaupt hier in meiner Praxis sind und das ist meine Vision und ich glaube, ich kriegt das jetzt auch umgesetzt in der nächsten Zeit. Aber das sind so Themen, mit denen ich mich beschäftige, wie wir einen Patienten Onboarding machen können, dass der Patient sich von Anfang an hier gut abgeholt fühlt und durch den Prozess auch begleitet wird.
Mein Vorteil ist mein Klientel. Die Eltern sind alle sehr jung, also alle mit dem Smartphone aufgewachsen. Die können mit digitalen Techniken gut umgehen. Das ist vielleicht in der Praxis mit einem anderen Altersdurchschnitt etwas anders. Das macht es mir etwas leichter. Aber genau das möchte ich gerne und das wird auch funktionieren. Aber ich sehe auch, es wird Bereiche geben, wo ich immer ein Mensch brauche.
Ich kann nicht ohne Zettel verarbeiten und möchte ich auch gar nicht. Ja, ich möchte nicht alleine hier morgens in meiner Praxis stehen und nur von Computern umgeben sein, sondern möchte weiterhin mit Menschen arbeiten, an Menschen arbeiten. Bei all dem Druck, den wir durch Fachkräftemangel haben, bei den Erwartungen die Patienten natürlich auch einen guten Service haben. Wie können wir dem Team auch die Angst nehmen, dass sie durch KI oder durch andere digitale Prozesse ersetzt werden?
Ich habe Die Angst ist nicht wirklich da. Ich glaube, es ist eher eine Angst vor Unbekannte. Ja, das ist glaube ich eher das Thema. Dinge, die ich nicht kenne, die ich vielleicht nicht kontrollieren kann, wo ich mich nicht auskenne, davor habe ich erst mal Sorge und Angst und vielleicht auch eine gewisse Abwehr. Aber alle haben Smartphone. Davor hat auch keiner heutzutage mehr Angst.
Aber wenn man vor 20 Jahren noch mal denkt Huh, wie war das? War es vielleicht auch etwas anders? Die sehen mittlerweile die Vorteile was KI kann und man muss sie Stück für Stück heranführen. Und ich glaube, das ist das Thema, dass sie Angst haben, sondern einfach ihnen zeigen, dass es nichts Unbekanntes. Du musst keine Sorge haben und ihnen auch klar machen, ist es ein Anlass, Entlastung und Erleichterung für dich.
Ich möchte dein Stresslevel senken. Es ist mir wichtig. Mir ist auch deine Gesundheit hier wichtig. Und ich glaube, wir arbeiten alle im Gesundheitsbüro. Wir kümmern uns um die Gesundheit anderer und ich als Chefin kümmere mich aber auch um die Gesundheit meiner Mitarbeiter, Dass es den gut geht, auch mental. Also mir ist es wichtig, meine Mitarbeiter an diesen Prozess heranzuführen, dass sie keine Angst vor KI und deren Anwendung haben, sondern dass es für sie eine Entlastung ist.
Du hast gerade erzählt, dass du dich in deiner Praxis mit neuen Technologien auseinandersetzt und auch deinen Prozess entsprechend weiterentwickeln möchtest und auch an eigenen Lösungen denkst. Und die Frage, die ich habe, ist wie gehst du da auch mit anderen Kollegen in den Austausch? Weil du hast eine tolle Praxis, Du hast einen sehr klaren Prozess Vorstellungen. Du bist aber auch, glaube ich von Netzwerk jemand, der sich gut die Lösungen nicht zusammen nehmen kann, sondern auch Lösungs Partner suchen kann.
Und gleichzeitig stehen ja auch viele andere Kollegen in den Praxen vor der Herausforderung, dass sie sagen Ich möchte meine Prozesse weiterentwickeln. Ich habe eine tolle Idee. Wie kann man sich untereinander vernetzen, auch eine Community bilden, um Lösungen aus der Praxis wirklich besser voranzutreiben? Ja, ich glaube, da braucht es halt Netzwerke, wo wir Frauen uns auch wohlfühlen. Manchmal geht es auch einfach ums Trauen.
Einfach da mutig zu sein und eine Idee nach vorne zu bringen. Brauchen wir dann ein eigenes Framing, ein eigenes Storytelling? Weil 60 70 % der Anwender sind Frauen. Wenn wir auf die Gesamtpraxis rechnen, können wir von 90 % fast wahrscheinlich denken, weil auch in den aggressiven Prozessen sind größtenteils Frauen usw Browsern wie Framing, damit nicht Prozesse von einer bestimmten Gruppe gedacht werden, die dann von einer ganz anderen Gruppe angewendet werden müssen.
Also weil was du gesagt hast, es gibt eine gewisse Brücke, die wir bauen müssen. Ja, ja und das ist es auch so, also sehe ich absolut so wir müssen die Bedürfnisse der Gruppe besser kennen und es ist mir total egal, wer das Ding entwickelt. Aber es muss auf das Bedürfnis passen, der Person, die das nutzt. Und wir denken manchmal nicht an verschiedene Themen.
Auch ich denke manchmal aus einer Brille und es ist total toll und wir wissen alle, wie gemischte Teams, wie erfolgreich die sein können. Das heißt, ich glaube auch nicht, dass nur Frauen Teams er ist gut entwickeln, sondern ich glaube wirklich an das Thema gemischte Teams, dass die uns auf Wissenschaft verwiesen, die haben die höchste Effizienz und dass man da auch mit verschiedenen Leuten spricht und es nicht nur immer das Frauenthema immer so abtut.
Das ist ja oft so, das trifft ja nur auf Frauen zu und es ist nicht wichtig. Hast du dafür ein konkretes Beispiel? Ich hatte gerade eine Kollegin da, ein tolles Beispiel. Die hat gesagt, ich habe mich gerade bei euch angemeldet zu Hause. Was hast du denn für ein tolles Tool? Ich konnte von zu Hause aus alles in Ruhe ausfüllen.
Ich kam her und war schon vorbereitet. Sie selber Zahnärztin, hat gerade frisch eine Praxis übernommen und das finde ich toll, wenn ich so Dinge weitergeben kann, wenn ich für Dinge Dinge teste, auch für andere Kollegen und das dann teile. Ich hole mir tatsächlich auch Inspiration. Nicht im Gesundheitswesen, weil ich glaube, dass wir manchmal zu starr sind in unserem Denken, nicht mutig genug und tatsächlich schaue ich manchmal ist die Wirtschaft uns ein paar Jahre voraus und gucke, mit welchen Tools die arbeiten und wie man die dann in unsere Praxis einfach nutzen können.
Und umsetzen können. Uns den Arbeitsalltag zu erleichtern. Letzte Frage Wie können wir noch mehr Vorreiter aus der weiblichen Brille in die Digitaldental Industrie reinbringen? Weil sie ist noch sehr männlich dominiert. Wir haben die Gründe gerade genannt. Wie können wir da noch mehr Frauen eigentlich in diese Spitzenposition reinbringen? Ja, Frauen in Spitzenpositionen ist in meiner Rolle als Covorsitzende von Spitzen frauengesundheit ein Riesenthema.
Es hat viel damit zu tun, mit Kultur, ja. Wie ist der Rahmen, wo ich mich bewege und einfach auch sich selber? Mal schauen, wenn ich Panels besetze, wie viel Männer sitzen da drauf und wie viel Frauen und es gibt nach wie vor. Also wenn wir über Themen diskutieren, wie viel sitzen da im Raum und wie ist die Verteilung?
Und da geht es auch nicht nur um Mann und Frau, da geht es auch um Jung und Alt. Das ist das eine. Und dass wir andere, dass wir Frauen einfach bewusst ansprechen und sie empowern, in ihm Mut machen und sagen Ich kenne deine, weiß, was du auf dem Kasten hast, Geh hoch und mach das, Du kannst das. Und genauso mache ich es, dass ich wirklich gezielt tolle Frauen anspreche und denen eine Plattform biete, wo sie sich präsentieren können.
Rebekka, vielen Dank für das tolle und spannende Gespräch.
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Gesundheitsvorsorge
Jessica Hanneken im Gespräch mit Dr. Rebecca Otto
Hallo zusammen, mein Name ist Jessica Hanneken und ich bin heute in der Zahnarztpraxis in Thüringen, nämlich in Jena von Dr. Rebecca Otto. Sie ist Spezialistin für Kinder Zahnheilkunde und ich spreche heute mit ihr zu zwei sehr aktuellen Themen, nämlich Gesundheitsversorgung und Prävention. Ich wünsche viel Spaß beim Interview.
Hallo Rebecca. Als Spezialistin für Kinder, Zahnheilkunde und zugleich auch in der Standesorganisation Tätigzahnärztekammer Thüringen wollen wir heute mit dir über das Thema Gesundheitsversorgung und Prävention reden. Vielen Dank, dass du dir Zeit nimmst. Gerne gleich direkt zur ersten Frage. Prävention ist in aller Munde im Koalitionsvertrag der Ampelfraktion ganz prominent besetzt. Und warum ist aus deiner Sicht Prävention gerade bei Kleinkindern so enorm wichtig?
Und vor welchen Herausforderungen steht dieses Thema? Also ich finde es ganz toll, dass es so einen großen Eindruck auch im Koalitionsvertrag gefunden hat, weil wir natürlich im Gesundheitswesen weg müssen von der heilenden Medizin hin zur präventiven Medizin. Also gerade so Krankheiten versuchen zu verhindern mit Typ zwei Diabetes. Wenn wir jetzt in die Zahnmedizin gucken, sind wir ja schon lange Präventionsweltmeister.
Wenn man sich die 12-jährigen anguckt, da sind 80 % fast Karies frei. Das ist schon eine Leistung, wo man auch sieht, dass diese Präventionsbemühungen, die wir auch vom Gesetzgeber bekommen haben, dass die super greifen. Was wir aber sehen, ist, dass wir eine Altersgruppe haben, zum Beispiel der Null bis 3-jährigen. Und diese Kinder haben im Schnitt 13 % Karies der Null bis 3-jährigen.
Und wenn wir uns jetzt die Versorgungsquote angucken, das heißt, wie viele davon sind versorgt, sind es aktuell nur 25 %. Das heißt, 75 % der 3-jährigen, Die sind nicht versorgt. Und ich denke, das ist schon noch ein Riesenthema, was wir hier haben. Lass uns ganz kurz bei der Versorgung bleiben. Vielleicht können wir ja gleich noch mal zurück auf das Thema Prävention.
Wenn wir auf die Versorgungslage gucken, wie können wir die mit welchen Maßnahmen verbessern? Was ist da Sind da deine Ideen, aber auch Wünsche? Natürlich auch ein Stückchen weit Richtung. Sowohl Standespolitik, aber natürlich auch Landes und Bundespolitik. Also es ist ja viel passiert in den letzten Jahren, das muss man schon sagen. Ich habe hier sehr früh in meiner Praxis eine Kleinkindsprechstunde eingeführt.
Das heißt, möglich, ab dem sechsten Lebensmonat den ersten Termin hier in der Praxis zu haben. Und das ist jetzt auch umgesetzt worden in Leistungen. Man kann das jetzt auch abrechnen. Es gibt diese neuen Fußleistungen. Auch dort sind viel präventive Sachen geschaffen worden. Auch werden diese Schulleistung endlich ins Heft kommen und ich finde, ich bin gespannt auch, was diese Verknüpfung dann bringen will.
Ja, ja, also ich finde, das ist ja noch mal eine Aufwertung auch für unsere Sparte der Zahnmedizin, dass wir die Zähne genauso wichtig sind wie die Ohren, wie die Sprache, die Augen. Dass der Kinderarzt da auch noch mit ein Auge drauf hat. Gehen die regelmäßig zum Zahnarzt? Lass mal ganz kurz auf dein Konzept eingehen. Ich glaube, du hast es sozusagen selbst konzipiert, mitentwickelt.
Ähm, vielleicht auch für die jungen Kolleginnen und Kollegen, die sich gerade überlegen, Zahnmedizin sich niederzulassen. Wie kommt man denn dazu, ein eigenes Konzept zu erstellen? Ich habe natürlich überlegt, wie man wirklich von Anfang an etwas machen kann. Ja, ich bin der. Ich denke sehr gerne in Konzepten. Das muss man sagen. Man sieht es, glaube ich, in der Praxis, dass ich viel durchdenke, Prozesse durchdenke.
Aber man hat einfach in Studien gesehen Und tatsächlich, eine Studie hier auf der Uni Jena, dass wenn man Kinder frühzeitig zum Zahnarzt bringt, also sehr früh wirklich mit den ersten Zahn, dass die danach weniger Karies haben, das ist wissenschaftlich bewiesen und ich habe überlegt, wie kriegt man Wissenschaft in die Praxis? Und das etwas, was mich immer ein bisschen umtreibt Zahl nehmen die und dann gucken, wie macht man es umsetzbar für jemanden, der jeden Tag am Stuhl steht?
Direkt die Anschlussfrage daran Wie bist du sozusagen an die. Ja, ich sage jetzt mal zu den Kindern gekommen Also welche Zugänge hast du gewählt, um tatsächlich darauf aufmerksam zu machen, dass schon in der Zeit bis zu sechs Monaten ein Zahnarztbesuch nicht nur notwendig, sondern auch absolut wichtig und richtig ist. Also wir haben natürlich auch Gruppen genutzt, in der Praxis am Anfang und gesehen haben, wir kriegen hier zum Beispiel Freitag Vormittag nicht gut besetzt und da war dann unsere Kleinkindsprechstunde und das ist dann so etwas, man setzt einfach mal einen Trend und die Eltern kamen dann zu dieser Kleinkindsprechstunde und haben dann auch immer ein tolles Gefühl bekommen von einer Tüte, wo natürlich unser Logo drauf
war, Aber auch noch viel Informationsmaterial zum Thema Zähne und das war dann Selbstläufer. Ich musste gar nicht so viel machen, weil es hat sich unter den Müttern dann rumgesprochen, dass wir uns schon die kleinen Kinder angucken, weil viele Kollegen und das ist leider immer noch so sagen Ja, ja, wenn ihr Kind ein Problem hat, dann kann es mal kommen, aber nicht vor fünf vielleicht.
Ja, und das ist etwas, was ich immer sage Wir müssen, auch wenn die noch keinen Zahn haben, trotzdem und sie Kinder schon mal anschauen. Die Familien kennenlernen, dass wir die Kinder viel früher sehen und nicht erst, wenn es ein Problem gibt. Das heißt, ich sage mal Gesundheitskompetenz fängt mit Bewusstsein an und Bewusstsein dafür zu schärfen. Dafür hast du dir die Gruppe der Mütter genommen, die das dann auch weitergetragen haben.
In, ich sage mal, in ihren Kreisen, ähm, Rebecca, mal eine ganz vielleicht nicht provokante Frage. Kinderspezialistin für Kinder, Zahnheilkunde. So ein bisschen schiebt man das ja auch eher Frauen Mütter zu. Wie reagierst du auf so ein ich sag mal stereotyp könnte man ja fast schon nennen. Also für mich war es natürlich, ich habe es im Studium schon erkannt, dass ich mit Kindern am besten arbeiten kann, dass mir das auch viel Freude macht.
Ich hatte ja schon mal gesagt, ich wusste nicht wirklich, was Zahnarzt sein bedeutet, bis ich dann vom Patienten stand. Und ich habe dann gemerkt, dass diese Patientengruppe der Kleinen gut zu mir passt und habe mich speziell auch versucht, da fortzubilden und auszubilden und immer geschaut, aber auch mit Erwachsenen. Sonderkunde erst mal angefangen. Nach dem Studium. Was ich aber sehe ist, dass wenn junge Frauen in Praxen kommen, die natürlich als erstes die Kinder bekommen und das sind allerdings die schwierigsten Patienten der ganzen Praxis.
Ja, ich bin frisch von der Uni. Ich habe vielleicht nur zehn Patienten behandelt, die haben wenig Erfahrung, auch im Handwerklichen. Auch ich habe das mal alles gelernt. Aber es fehlt. Die Praxis fehlt einfach. Und dann fehlt die ganze Kinderpsychologie und dann hat man den schwierigsten Patienten vor sich. Und dann ist oft bei vielen Frauen learning by doing. Ja, und es wird halt den Frauen zugeschoben, dass sie natürlich empathischer sind und mit Kindern viel besser umgehen können.
Und ich finde, das ist natürlich ein ganz klassischer Stereotyp. Und ich sage oft den Frauen nur weil ich nett zu Hunden bin, bin ich auch kein guter Tierarzt. Und nur weil ich nett zu einem Kind bin, bin ich auch nicht unbedingt ein guter Kinderzahnarzt, wenn ich es nicht mit Leidenschaft vielleicht mache oder mir einfach die Fähigkeiten und die Skills fehlen.
Und in der Kinder. Zahnheilkunde ist tatsächlich wie Psychologie das Höchste. Also das, was mir am meisten das Handwerkliche ist der kleinste Part, aber psychologische Kenntnisse und zu wissen, wie ich jetzt ein Kind psychologisch führe, damit ich es nicht traumatisiere für ein Leben, ist das Wichtigste und ich rate tatsächlich Frauen immer Mach das, worauf ihr Lust habt. Und wenn es die Chirurgie ist, dann setzt euch durch und werdet auch Chirurgin oder Implantologie.
Vielleicht ist das aber auch ja für junge Kollegen ein interessanter Aspekt, sich sozusagen der Kinder Zahnheilkunde zuzuwenden. Darauf will ich aber gar nicht hinaus, sondern auch da noch mal die konkrete Frage Leidet nicht auch so ein Spezialistentum vielleicht auch unter dem Vorurteil oder der Annahme, dass man mit Kinder Zahnheilkunde gar nicht sozusagen wirtschaftlich eine Praxis führen kann? Ja, das mag sicherlich so sein und aber ich kenne keine unwissenschaftliche Kinderzahnärzte und ich glaube, dass wir nicht so laut sind, wie vielleicht manch andere, wir vielleicht ein bisschen bescheidener sind.
Was wir eigentlich gar nicht sein müssen. Weil erstens ist versorgen wir eine vulnerable Gruppe. Das ist, finde ich, ein wichtiger Punkt. Und natürlich müssen wir unternehmerisch handeln und das heißt mein Team bezahlen. Und wir sind wirtschaftlich erfolgreich. Das lassen wir jetzt genauso stehen und gehen zum nächsten Thema über und kommen noch einmal zurück zum Thema Prävention. Hatten wir eben noch mal angesprochen, gerade mit auch ich sage mal deinen Rollen, die du ja auch als Kovorsitzende für spitzen Frauengesundheit inne hast, aber auch als Präsidentin von den Testa.
Was für sind deine Empfehlungen, wie die Strategie der Bundesregierung zum Thema Prävention gesundheitspolitisch weiter vorangehen müssten? Das Problem ist, dass man Prävention nicht nur aus dem Gesundheitswesen denken muss. Das ist ganz wichtig, Denn wann fängt Prävention an? Im Kindergarten mit gesunder Ernährung, im Kindergarten, mit Zähneputzen, in der Schule, In der Schule gibt es kein Schulfach Prävention. Also wie bildet man junge Menschen schon aus und fängt da schon an?
Und das ist etwas, was ressortübergreifend ist. Und ich glaube, das ist ein richtig großes, dickes Brett, was wir haben, das verschiedene Ressorts in der Politik zusammenarbeiten müssen, an einem Thema arbeiten. Und das ist nicht immer ganz einfach in der Politik. Das heißt nicht nur Bildungsministerium und oder Gesundheitsministerium, sondern ressortübergreifend, wie du gerade schon gesagt hast. Vielen Dank, Herr Wecker.
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KI | Bürokratie | Digitalisierung
Jessica Hanneken im Gespräch mit Dr. Helen Brinkhoff
Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Ich freue mich, Sie heute hier herzlich zu begrüßen. Ich bin Jessica Hanneken und bin Mitglied der Geschäftsleitung der BFS health finance. Wir sind heute im Gespräch mit Helen Brinkhoff. Sie ist von Hause aus Zahnärztin, hat unter anderem in NHS System, also in England, Zahnmedizin in Teilen auch gelehrt, aber vor allen Dingen auch Zahnmedizin in der Praxis im NHS System erbracht und ist jetzt hier in Deutschland und ist Zahnärzte Leiterin eines großen medizinischen Versorgungszentren.
Helen herzlich willkommen! Schön, dass du heute bei uns bist. Wir wollen ja heute mit Dir zu so Themen wie Bürokratie, KI, Digitalisierung und was sind eigentlich die Herausforderung und Lösungen im Praxisalltag sprechen. Helen ich frage mal direkt mit der ersten Frage an. Wir denken ja immer Bürokratie in Deutschland, der ist absolut hoch. Zeigen übrigens auch die eine oder andere Studie.
Aber was ist denn deine Erfahrung, die du unter anderem auch in England gemacht hast? Ist in Deutschland das Thema Bürokratie tatsächlich so überbordend? Ja, das ist ein sehr spannendes Thema. Ähm, ich kann dazu sagen als erstes, dass es definitiv in England nicht besser. Da gibt es auch. Ja, wenn wir von Bürokratie reden, da kann ich schon sagen, dass in England, das war auch damals schon ein großes Thema.
Vier Stunden die Woche wurde nur damit beschäftigt. Man arbeitet in UK so viel mit sogenannte Defensiv Zahnmedizin, so defensiv der Industrie. Darf ich direkt da nachfragen? Was verstehst du denn unter Defensiv Zahnmedizin? Das wird mich noch interessieren, wenn du sagst, gerade in UK ist das tatsächlich eher ein Merkmal gewesen. Das ist so ein bisschen ja, was man darunter versteht.
Es ist also eine andere Kultur und andere man man wartet da es als Zahnmediziner oder du musst dann im Hinterkopf haben, dass du vielleicht verklagt wurdest irgendwann und du musst dann sehr, sehr präzise alles aufschreiben in seine Dokumentation. Das muss sehr, sehr ausführlich sein, vielmehr einig. Ja, das ist kleine, total wichtige Thema. Aber als Zahnarzt möchte man behandeln und nicht die Hälfte der Zeit so eine Dokumentation darüber schreiben.
Das ist ja wunderbar, dass du uns mal im Vergleich auch sagst, dass wir hier viel Dokumentation und administrative Aufgaben in der Zahnarztpraxis haben, aber woanders ist, wie sagt man das so schön ist das Gras auch nicht immer grüner. Ich würde mal gerne mal ein bisschen herauskitzeln, weil du ja auch auf die Erfahrungen im NHS, also National Health Service System blicken kannst.
Wie kann man denn eigentlich diesen administrativen Aufwand eigentlich lösen? Welche Möglichkeiten gibt es da? Welche hast du vielleicht auch im NHS System kennengelernt und welche nutzt du in deinem Praxisalltag? Ja, das ist. Wie das System kann ich ja leider nicht so viel dazu sagen. Was gerade passiert ist, ist es ja zehn Jahre her, seitdem ich dort gearbeitet habe.
Aber ich weiß, es gibt hier auf jeden Fall Potenzial, die Zahnärzte oder Ärzte zu entlasten. Bisschen wo es um Organisation geht und die neuen Produkte, die so gerade auf den Markt kommen, testen gerade so eine System, das so automatisch im Hintergrund die Behandlung dann zusammenfasst und das automatisch dann treibt im Hintergrund. Ich denke das ist es ist noch nicht ganz da, das muss ich auch sagen, aber in die nächste paar Jahre.
Ich habe schon große Hoffnung, dass da neue Entwicklungen schon viel helfen können. Wir entlassen und damit wir eigentlich machen, kann, was wir, was wir machen sollen, dass es so Patienten zu behandeln und so wir also als Zahnärzte arbeiten und du hast gerade ein total wichtiges Stichpunkt genannt, was wir als Zahnmediziner innen und Zahnmediziner wir wollen ja eigentlich behandeln, also für die Patientenversorgung da sein.
Manchmal ist ja Wunsch und Realität klaffen auseinander. Es gibt Umfragen, die zeigen das unter anderem in Westfalen. Lippe bin ich mir relativ sicher. Gab es eine Umfrage, die gezeigt hat, dass bereits 96 % der Zahnärztin und Zahnärzte zu sagen Bürokratie und administrative Aufwand gefährden jetzt schon die Patientenversorgung. Jetzt hattest du uns gerade eben berichtet, dass es bereits ich nenne das jetzt mal Software Tools gibt, die diesen bürokratischen Aufwand entlasten können.
Welche Potenziale siehst du sonst noch, die in der Praxis gehoben werden können durch Digitalisierung? Vielleicht kannst du uns da konkrete Beispiele auch in eurer Praxis berichten oder aus eurer Praxis berichten. Die ganze potenziell Funktion von KI ist Es ist noch nicht so weit, aber das. Ja, ich fange mal so eines an so gerne. Ähm, also für mich als als Zahnärztin, ähm Erfolg heißt kann ich, wenn ich keine Behandlung machen muss eine ich wenn meine Patient gesund bleibt und wir ähm also Krankheiten früh erkennen kann und minimal invasiv arbeiten kann um größere invasive und teure Behandlungen vorzubeugen.
Das ist auch für mich okay, aber leider im Moment ja, es, ähm Zahnärzte. Wir können nicht leben von die Füllungen, die wir nicht machen. Es ist halt, ähm, aber das ist dann so eine Systemfrage. Da muss irgendwas total ändern. Aber ich denke, da kann KI helfen, dass wir ein bisschen mehr Richtung Prävention gehe, dass wir viel bessere Möglichkeiten haben, so viele Daten zusammenzubringen, dass wir diese Krankheit sehr viel besser und früher erkennen kann.
Ähm, ich denke, da ist der wirkliche Potenzial von KI, von KI und Digitalisierung das, was keine so richtig gut kann es so große und komplexe Datensätze sind nicht mehr als Zahnarzt im Moment. Man sitzt der Patient für eine halbe Stunde, wenn man Glück hat zweimal im Jahr ja, aber das ja an die andere. Also ja, 364 Tage im Jahr, das ist.
Wir wissen nicht, was passiert passiert und wenn wir daraus so verschiedene andere Daten dann sammeln, kann uns ja. Wie ist das in Näherung und wie es der der Munition alles und dann können eventuell so durch ähm ja andere Weise dann Krankheiten vorbeugen. Ich denke, dass auf so eine System sehr viel Potenzial für und Vorteil für Patienten, Ärzte Ich verstehe total, wo du herkommst.
Na du hast ja auch schon selber gerade ja sehr deutlich gemacht, dass dafür ein Paradigmenwechsel eigentlich notwendig wäre. Er Denn aktuell ist das deutsche Gesundheitssystem auf Reparaturbetrieb ausgerichtet und wird auch so in Anführungsstrichen honoriert. Also sprich der Leistungserbringer wird so honoriert. Ganz kurz zum Abschluss Welche Dinge würden tatsächlich ganz konkret dann Praxisalltag verbessern? Da fände ich noch mal spannend, wenn du uns einfach noch mal da deine Vorstellung mitgeben könntest.
Ja, wenn wir eine bessere Einblick in Karteikarten hatten und dann dann so der alle Menge von Daten von vom Patient gesammelt ist, von überall von verschiedene Ärzte. Wenn das also in irgendeine zentrale Akte wäre und wir da eine Eingriff drauf hätte, so was dann in Vergangenheit passiert ist, was es dann bei andere Ärzte vielleicht passiert, die Röntgenbilder von vor zehn Jahre alle zu greifen wäre, das würde schon helfen.
Eventuell dann auch mit KI Auswertung. Was sind die wichtigsten Punkte da dass das einzeln erst mal zusammengefasst ist, das würde schon helfen. Ähm, ich denke auch in Sachen wie das machen wir jetzt schon in der Praxis und in der digitale Anamnese und so, dass das ist schon ja, dass ich mich auch viel Zeit hen. Ganz lieben Dank, dass du uns so ein bisschen die Insights und auch so ein bisschen den Vergleich noch mal zum UK System so sage ich jetzt mal dem NHS System gegeben haben.
Vielen Dank, dass wir heute mit dir darüber sprechen durften. Und liebe Zuschauer und Zuschauer, viel Freude beim Gucken dieses Videos.
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Fachkräftemangel
André Wiersig im Gespräch mit Dr. Michael Weiss
Fachkräftemangel. Das ist etwas, was nahezu alle Branchen beschäftigt. Ich bin André Wiersig und wenn heute hier in Essen bei Dr. Weiss an einer Zahnarztpraxis und unterhalte mich mit ihm zu genau diesem wichtigen Thema. Viel Spaß dabei.
Ja, Fachkräftemangel, das ist ein Thema. Das hat man eigentlich aus allen Branchen. Aber ist das auch etwas, was Sie hier in der Praxis beschäftigt? Ja, wie du schon sagst, das beschäftigt uns alle und erst recht auch die Zahnärzte, weil wir natürlich schon mit den Versäumnissen unserer Vorfahren zu kämpfen haben, die sich nicht sehr intensiv um die Ausbildung kümmern konnten.
Und wir müssen versuchen, das auszubaden. Aber der Markt ist eng und wir haben große Schwierigkeiten, Personal zu gewinnen. Wir müssen das sogar noch auftrennen in drei Linien. Wir haben a die Kollegen, die uns fehlen und es gibt ja Gebiete, da die Ärzte, die jetzt genau. Da ist ein hoher Mangel. Dann haben wir die ZF als unser, unsere Unterstützung und dann haben wir den Dentallabor Sektor.
Also im Prinzip trifft uns das auf drei Schienen und wenn wir diese drei Schienen nicht ordentlich qualifiziert besetzt haben, wird keine vernünftige Arbeit am Patienten ankommen und wir haben entsprechend Probleme damit. Und umso wichtiger ist, dieses Thema bei uns richtig zu formulieren und richtig anzugehen. Also Ausbildung. Aber dann. Ich sage immer Jeder ist immer nur so gut wie die Leute, die hinter einem stehen.
Ausbildung ist ein wichtiger Baustein, aber man muss natürlich auch zusammenhalten. Und da gibt es ja ganz viele Faktoren. Ja, da sprichst du wirklich ein in meinen Augen Brand heißes Thema an! Das Entscheidende ist die Kompetenz des Praxisleiters, das Team zusammenzuhalten. Ich sage mal, dass Wiener Familie, wo es ein Familienoberhaupt gibt und das dafür sorgt, dass das in der Familie richtig läuft.
Und genauso ist es in der Praxis. Wenn wir zum Beispiel uns Handwerker angucken, Handwerksmeister, Der hat in seiner Ausbildung 1/4 der Zeit darauf zu verwenden, sich auszubilden, zu schulen im Umgang mit Ausbildung und Azubis. So was gibt es bei den Zahnärzten nicht. Jeder Zahnarzt, der die Approbation hat, hat automatisch die Ausbilder Befähigung in Anführungszeichen, hat aber in den Unis und so hat er nie ein einziges Wort über dieses Thema gehört und kommt jetzt in die Praxis.
Es soll dann unter Umständen zehn 15 Leute im Griff halten. Also ich meine das jetzt positiv, also in Betreuen, dass sie Spaß an der Arbeit haben und dass die Ausbildung weiterkommt und dass die sich gebunden fühlen. Und genau da sind wir bei diesen Faktoren, weil es wird immer nur Geld geredet, aber Geld, Bezahlung, Gehalt ist es nicht wichtig, aber es ist immer nur eine Währung.
Das ist mal so die die augenfälligste Werbung, schlechte Bezahlung usw. Und ich sage mal so ein Beispiel. Mittlerweile hat sich auch die Bezahlung im Pflegebereich deutlich verbessert, aber sie haben trotzdem nicht mehr Leute. Komisch, also so richtig an Geld alleine kann es nicht liegen. Natürlich muss die Arbeit vernünftig vergütet werden, selbstverständlich. Aber das ist nur ein Teil. Die Wertschätzung, die fehlt, die richtige Einbindung im Team, dass die Leute mitmachen können, dass sie nicht nur stumpf den Sauger irgendwo im Mund halten, sondern ich muss auch delegieren können, verantwortungsvoll delegieren.
Und nur das erhöht die Freude an der Arbeit und sorgt für Teamgeist und Bindung in der Praxis. Aber wie managed man dann so etwas in so einem laufenden Betrieb? Das ist ja auch schwierig. Hier gibt es auch Stress. Druck sind ja nicht Profitabilität. Es steht ja auch immer ganz oben. Aber das eine beeinflusst das andere. Wenn ich zu wenig Personal habe, steigt der Stresslevel und damit fallen mir noch mehr Leute aus.
Also wir müssen an der Wurzel anfassen und die paar Mitarbeiter erst mal gut ins Team aufnehmen und gut versorgen. Und damit meine ich eben vernünftige Bezahlung, Wertschätzung und vor allen Dingen, was in meinen Augen sehr wichtig in der heutigen Zeit ist, dafür zu sorgen, dass sie sich weiterbilden können. Fortbildung. Bei uns ist es so, wir haben richtigen Plan, wo jeder sieht, wo er steht und was seine nächste Fortbildung ist.
Weil wir müssen uns ja auch mit den Abläufen in der Praxis koordinieren, dass uns nicht plötzlich drei Leute fehlen, sodass wir einen richtigen Jahresplan jeweils haben, wo die Leute in ihrer Ausbildung stehen. Und das motiviert natürlich auch. Die Leute brauchen Ziele, also Qualifizierung, Weiterbildung, Aufmerksamkeit. Das sind die wichtigen Säulen. Also Qualifizierung ist das Alleroberste, denn wir möchten mit Profis arbeiten.
Und ich brauche an meiner Seite Profis und ohne meine Mitarbeiter. Ich sage mal das wie meine rechte Hand, also unsere Mitarbeiter sind die Helden der Praxis. So muss ich das einfach mal runterbrechen und ohne die mache ich nichts. Es ist einfach so, dass dieser Skill auch von den Ärzten gelernt sein muss. Und wie ich schon sagte, er wird leider in der universitären Ausbildung überhaupt nicht beachtet, gelernt und auch vorgelebt.
Genau. Und das sind eigentlich die Leute, mit denen wir an der Uni konnten. Das waren Zufälle. Wenn wir wirklich empathische Leute von wo wir sagt, das ist ein Supertyp, das waren nackte Zufälle, das war nicht gesteuert. Aber diese Ausbildung und diese Fähigkeit, Leute zu schulen und und pädagogisch mit denen vernünftig umzugehen, das ist ein Skill, der muss gelernt werden.
Und das wäre auch in der heutigen Zeit überhaupt kein Problem. Jede IHK bildet Ausbilderscheine an, die dauert eine Woche. Da hat man eben schon mal ein gewisses Grundgerüst. Aber ich habe den Eindruck, die meisten Kollegen denken, das ist gottgegeben und das Ergebnis sehen wir jeden Tag in der Praxis. Nein, ich vergleiche die Arbeit in einer Praxis immer gerne mit einem Fußballspiel.
Wir spielen uns gegenseitig die Bälle zu und jeder Mitarbeiter muss den Ball richtig positionieren, damit wir ins Tor kommen. Und diese Kräfte können eben nur durch entsprechende Führungskräfte vernünftig ausgebildet werden, damit diese Skills übertragen werden und wir davon profitieren, dass wir mit Profis zusammenarbeiten können. Also alle. Du hast vollkommen recht. Wir brauchen in der Praxis Führungskräfte, die entsprechend die Leute mitnehmen, coachen und nach vorne bringen.
Aber Führungskraft will gelernt sein, die kommt nicht von alleine. Ja, ich meine, der Rahmen, wenn man hier so eine Praxis betritt, ist ja einfach toll. Aber das Image ist natürlich auch heute entscheidend für die Leute, die sich für so einen Beruf entscheiden. Was kann man denn daran verbessern? Ja, also da gebe ich dir vollkommen recht. Image ist ein Riesenproblem, denn wenn man mal überlegt, das Image einer ZDF A ist nicht so gut wie das einer MTA, den ganzen Tag nur pipettiert und wenn man mal sieht, was die Mitarbeiter bei uns leisten müssen, auch an Vielseitigkeit.
Es geht hier nicht um Absaugen, sondern die müssen in der Materialkunde Bescheid wissen, wie die Materialien zusammengeführt werden. Was passiert, wenn ich Zement oder die Krone anrühre? Die müssen auf dem Patienten empathisch eingehen und genau die müssen sich mit der Technik auskennen. Wir haben Mitarbeiter, die sogar teilweise bei Defekten am Stuhl eingreifen können. Also das sind echte Tausendsassa, die wir hier haben und das macht diesen Beruf auch so, so vielseitig und so interessant.
Aber warum dann trotzdem dieser Mangel? Ach das alles? Höre, die Leute wollen ja. Also du kannst bei uns alle im Team fragen, die brennen für ihren Beruf. Alle wie Sie. Da sende ich meine Hand für ins Feuer. Das Problem ist einfach, dass dieses Image nach draußen nicht richtig transportiert wird. Und da müssen wir einfach auch externe Bereiche auffordern, mehr zu leisten und auch selbst unsere Kammern usw.
In meinen Augen ist da viel Luft nach oben, das Image besser zu verbreiten. Ich gebe mal ein Beispiel. Zum Beispiel es gab mal vor Jahren plötzlich keine Gärtner mehr, so dann kam Imagekampagnen im Kino, da hießen die dann Lens Scaper oder Designer und plötzlich war das Thema durch gewesen. Da waren Leute, die haben sich mal richtig Gedanken gemacht, wie man so was aufziehen kann.
Und ich sage mal Werbung, PR, Das ist ein unheimliches Power Tool, wenn man das richtig einsetzt. Aber da muss einfach noch viel mehr passieren. Weiter bei den Schulen, Berufsschulen. Und so weiter. Denn ich sehe die Klassen, die müssen doch heute angepasster unterrichtet werden. Dann muss mehr von den neuen Techniken rein. Ob Scanner, Digital und Drucktechnik und wir haben so viele technischen Neuerungen, auch der Umgang mit den unterschiedlichen Softwarearten und die hätten ein breites, eine breite Palette.
Die Leute zu interessieren. Da würden die Mädchen abgehen, wenn die so bedient werden und nicht nur das Zahnschema auswendig lernen müssten. Ich bin ja in unterschiedlichsten Branchen unterwegs und oftmals in einer Frauenquote. Ist oft das Thema. Hier ist es ja eigentlich eher umgekehrt. Ja, also ist das auch für Männer interessant. Also da gebe ich dir vollkommen recht. Bei uns ist es umgekehrt.
Wir sind natürlich traditionell ein Frauenberuf, aber wir sehen, dass auch immer mehr männliche Bewerber da sind, die eingestellt werden und freuen uns darüber, dass wir hier auch eine gewisse Diversität bekommen, die auch wünschenswert ist und das gesamte Team eben aufwertet auch. Aber der Fachkräftemangel, von dem immer gesprochen wird und der ja auch echt ein Thema ist, das habe ich jetzt mitgenommen, der geht ja von Führungsebene, also vom Zahnarzt bis in allen Hierarchieebenen.
Ja, also ich sagte ja vorhin schon, wir haben drei Schienen und es ist jetzt die zweite Schiene. Der Mangel an Zahnärzten, der sicherlich regional deutlich unterschiedlich ist, wird aber noch befeuert dadurch, dass jetzt viele Universitätsabgänger drinnen sind und wir dadurch früher oder später in gewisse Teilzeitmodelle umsteigen müssen. Und da ist es eben erforderlich, dass die Praxen auch flexibler werden und solche Angebote machen.
Und da kann ich nur sagen, dass gerade dieses Thema Pro Zahnmedizin Trauma für geeignet ist, weil die Patienten sind immer da und das ist ein perfektes Modell für Teilzeit, Work Life Balance usw. Die Leute können arbeiten, wann sie Zeit haben und auch das trägt dazu bei, dass wir so eine Zahnarztpraxis mobilisieren können und interessant machen können für Mitarbeiter.
Also bei allen Herausforderungen. Und noch mal zum Thema Fachkräftemangel Was wird denn hier umgesetzt? Was machen Sie denn hier zu dem Thema? Ja, wir im gesamten Team, also meine Frau als Kieferorthopäden und ich und auch die anderen Mitarbeitenden Zahnärzte. Wir überlegen, wie wir unsere Mitarbeiter führen können. Wir besprechen auch, wenn neue kommen, was zu tun ist, wie das Onboarding auszusehen hat usw.
Also das ist schon mal eine wichtige Voraussetzung. Aber es geht darum, für jeden Mitarbeiter einen individuellen Fortbildungsplan zu entwerfen, dass er weiß, wie sein Weg sein wird. Und das motiviert auch. Wir haben eben durch die Zahnmedizin eben auch Teilzeitmöglichkeiten, die gern angenommen werden. Also hier läuft in Sachen Personalfluktuation ein Fachkräfte halten, ausbilden läuft schon vieles richtig. Ja, also auch hier muss ich natürlich sagen, es ist immer Luft nach oben.
Aber wir bemühen uns. Und dieses Bemühen erstreckt sich nicht nur allein von mir, sondern sämtliche Mitarbeitenden Zahnärzte sind um unsere Mitarbeiter bemüht und wir sorgen für Aufstiegschancen. Wir haben Ausbildungspläne für jeden Einzelnen, damit der Weg in die Zukunft klar vor Augen liegt. Wir haben Möglichkeiten der Teilzeitarbeit und wir sind sehr stolz darauf, dass die Leute schon sehr lange bei uns sind.
Wir haben Leute, die Über oder Mitarbeiterinnen, die über 20 Jahre hier sind und die haben dann schon tiefen. Jawohl, Aber es hat uns allen mal Spaß gemacht. Und wir haben natürlich auch die Einwände der Mitarbeiter immer gerne aufgenommen. Ich spreche dann immer so ein bisschen von der Schwarmintelligenz und das genutzt und umzusetzen. Und das war nie ein Fehler gewesen.
Und das reflektiert sich natürlich auch in dem Spaß, den die Leute bei der Arbeit haben. Ich meine, man kann sich natürlich immer aufregen und klagen, anklagen, Fachkräftemangel, mangelnde Ausbildung, man muss natürlich auch aktiv werden. Was tun? Ja, ich gebe dir recht, wir alle sind in der Verantwortung, uns um die Ausbildung zu kümmern und da muss sich jeder an die eigene Nase fassen und wirklich ausbilden.
Und das nicht den anderen Leuten überlassen und versuchen. Da die Mitarbeiter als Invest, in dem Fall auch für die für die Zukunft. Ich kann nur sagen, das Wichtigste Kapital in einer Zahnarztpraxis, das Personal, das ist nicht das Opak oder der Stuhl, sondern das ist mein Personal. Und wenn ich das nicht habe, dann brauche ich gar nicht weiterarbeiten. Also unser wichtigstes Kapital sind unsere Mitarbeiterinnen und nicht der Behandlungsstuhl, das OPEC oder sonst irgendeine Einrichtung ohne unsere Mitarbeiterinnen.
Also ich sage es noch mal unsere Herren In der Praxis machen wir nichts und werden wir auch wirtschaftlich keinen Erfolg haben.
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Recht & Ethik
Jessica Hanneken im Gespräch mit Dr. Rebecca Otto
Hallo zusammen, mein Name ist Jessica Hanneken und ich bin in Thüringen bei der Zahnarztpraxis von Dr. Rebecca Otto und sie ist Spezialistin für Kinder-Zahnheilkunde. Und wir werden heute mit ihr über komplexe Themenfelder reden, nämlich die rechtlichen und ethischen Aspekte in der Zahnheilkunde. Viel Freude beim Interview.
Liebe Rebecca, wir kommen jetzt zu einem ich will nicht sagen heiklen, aber wahrscheinlich eher komplexeren Thema. Wir wollten zum Thema rechtliche und ethische Aspekte noch einmal in der Zahnheilkunde sprechen. Wahrscheinlich hast du auch als Spezialistin für Kinder Zahnheilkunde mehr mit dem Thema zu tun. Das ist so eine Vermutung von mir. Es geht tatsächlich um das Stichwort Kinder Misshandlung und Vernachlässigung.
Eine Studie hier aus deiner Stadt Uni Jena hat relativ deutlich gemacht, dass zwar 60 % der Zahnärztin und Zahnärzte Vernachlässigung bemerken, aber nur ein Bruchteil tatsächlich gemeldet wird. Woran liegt das? Ich glaube, es besteht einfach viel Unsicherheit, dass man nichts falsch machen möchte oder dass dann schlecht über einen gesprochen wird, wenn man seine Schweigepflicht durchbrochen hat. Und das Theama Schweigepflicht Man kann ich sie durchbrechen?
Das ist für viele nicht so klar. Aber es gibt Paragraphen, die uns schützen. Mir ist ihr KG wo wir das dürfen, unter gewissen Umständen. Aber wir haben auch Hilfestellung wie die Kinderschutzhotline, wo wir auch anrufen können als Mediziner und uns beraten lassen können, ganz anonym auch mit den Fällen und die uns dann auch Handlungsleitfäden geben. Und ich glaube, das muss noch ein bisschen mehr publik gemacht werden.
Aber ich kann auch bestätigen, dass wir auch hier solche Fälle haben. Mein ganzes Team ist sensibilisiert. Ja, und da auch zu schauen, nicht nur zahnmedizinische Vernachlässigung, Sie ein Thema, auch körperliche. Ja, und wir haben schon regelmäßig Kontakt mit dem Jugendamt auch. Und es gibt einen ganz klaren Man hat Handlungsleitfaden hier in der Praxis. Ja, ich kann mir sehr deutlich vorstellen, dass insbesondere im Gesicht und ich sage jetzt mal Halsbereich sich auch Merkmale oder Indizien finden lassen können.
Vielleicht noch ein Punkt vorher. Also erst mal überhaupt aufmerksam machen. Wie geht man damit um? Welche Handlungsempfehlungen gibt es? Die Studie hat allerdings auch gezeigt, dass auch immer noch Verunsicherung bei den Zahnärzten und Zahnärzten bei der Befundung besteht. Also nicht nur wann gebe ich etwas weiter, sondern habe ich die richtigen Befunde? Kannst du da vielleicht noch mal, weiß ich nicht aus deiner Perspektive sagen, wie man da herangeht?
Wo kriegt man Informationen? Wie bereitet man sich darauf vor? Also es gibt Informationen dazu, aber ich glaube, was in Deutschland fehlt, ist eine Definition. Was ist zahnmedizinische Vernachlässigung? Wo geht das los? Wie viel Löcher muss ein Kind dafür haben? Wie schlimm muss der Befund sein? Und ich glaube, das fehlt als Grundlage, dass wir eine gute Definition haben, die man ein bisschen als Leitfaden nutzen kann.
Also bei uns gibt es ganz klare Regeln über 50 % der Zähne. Karius und Termine nicht wahrgenommen. Ja, oder halt schlimm entzündete Zähne. Da gibt es bei uns einen Filter, wo wir diese Kinder auch filtern und dann immer wieder gucken bleiben die hier drin im System und rutschen sie nicht durchs Raster. Vielen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen draußen.
Wenn ihr mal wissen wollt, wie man einen guten Filter für solche Fälle setzt. Rebecca Otto. Sie hat selbst eine entwickelt. Ähm. Rebecca, wir kommen noch mal zu einem anderen Themenbereich, den ich jetzt auch noch mal mit dir besprechen müsste. Ethik versus Monetik. Dieses Spannungsfeld zwischen unternehmerischen Handeln aber und ökonomischem Handeln, wirtschaftlichem Handeln und gleichzeitig aber im Bereich der Daseinsvorsorge eigentlich zuständig zu sein, dieses Spannungsfeld ist immer und offen da.
Wie gehst du damit um? Wie ist deine Perspektive darauf? Also ich finde es ein Witz, dass wir darüber diskutieren, dass wir im Gesundheitswesen kein Geld verdienen dürfen. Ich bin nicht mehr ein Nonne oder ein Mönch, die aus religiösen Gründen fürs Gemeinwohl tätig ist. Ich bin eine Akademikerin, ich habe zwei Studienabschlüsse, ich führe ein Unternehmen und ich muss meine Mitarbeiter angemessen bezahlen.
Und das ist es. Wir behandeln aber Menschen nach ethischen Richtlinien. Das heißt, alles, was ich tue, muss ich mir abends ins Spiegel gucken können und sagen Das war fair, wir zocken hier niemanden ab. Aber es wird uns immer primär unterstellt, dass wir das tun, weil wir Geld verdienen mit dem, was wir hier tun. Und ich finde, davon müssen wir uns langsam verabschieden, dass im Gesundheitswesen ist normal ist, dass wir auch Geld verdienen.
Und vielleicht verdient der eine etwas mehr als der andere. Aber wir stellen doch auch nicht in Frage, wenn ein großer Aufsichtsrat nur für eine Aufsichtsratsvorsitzende Tätigkeit eine sechsstellige Summe im Jahr kassiert. Darüber wird nicht so diskutiert wie Geld im Gesundheitswesen ist noch ein Tabuthema. Aber genau auch deshalb sprechen wir ja auch gerade mit solchen Expertinnen und engagierten und couragierten Menschen wie mit der Rebecca.
Wo müssen wir eigentlich noch ein paar Tabubrüche auch vielleicht auflösen? Worüber müssen wir mehr sprechen? Ich würde gerne noch eine Anschlussfrage stellen, wenn du sagst ähm, wir dürfen und können natürlich auch Geld damit verdienen. Die Investition, die du in deine Praxis, in die Ausbildung deiner Kolleginnen und Kollegen und Teammitglieder steckst, ist natürlich auch immer der Gegenwert, den du zu den Einnahmen hast.
Jungen Frauen oder Frauen, die sich sowohl gesundheitspolitisch, aber auch darüber hinaus engagieren werden. Welche Impulse und Learnings würdest du ihnen gerne mitgeben? Also als erstes möchte ich Vorbild sein und Vorbildfunktion haben für weibliches Unternehmertum. Die Betonung liegt auf weiblich. Ich glaube, das ist ein Thema. Wir denken anders. Wir haben andere Themen. Das ist das eine. Politisch habe ich viel gemacht.
Ein ganz großes Learning war Man kann es nicht alleine. Man braucht ein Team um einen herum. Das war eines meiner großen Learnings. Und Qualifikation ist nicht immer alles. Spätestens, wenn man an die erste gläserne Decke stößt, sollte man sich nicht ermutigen lassen. Weil wir brauchen nicht nur Frauen, die mit in den Gremien sitzen, sondern wir brauchen Kulturwandel in den Gremien, damit auch andere Themen auf den Tisch kommen.
Die einfach in den nächsten Jahren für uns viel relevanter sind, als die wir jetzt gerade haben. Liebe Rebecca, vielen Dank für deine Zeit. Ich habe selber viel gelernt. Vielen Dank für deine Offenheit, fürs Teilen und fürs Mitnehmen in deine Geschichte und in deine Rolle. Herzlichen Dank noch mal dafür. Gerne.
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Framing & Wahrnehmung
Alexander Rinnert im Gespräch mit Dr. Rebecca Otto
Hallo. Mein Name ist Alexander Rinnert. Heute bin ich in der Zahnarztpraxis von Frau Dr. Rebecca Otto. Mit Ihrem möchte ich über den weiblichen Blick auf die Trendthemen Digitalisierung und Unternehmertum reden. Ich freue mich sehr auf den Austausch.
Rebecca wir haben uns heute viel unterhalten über die Zahnmedizin, ein wichtiges Fach, ein tolles Fach, in dem man unternehmerisch auch sehr erfolgreich sein kann. Gleichzeitig gibt es neue Herausforderungen, neue Trends. Und da stehen bestimmte Stereotypen und Glaubenssätze so ein bisschen im Weg. Kannst du dafür ein paar Beispiele geben? Ja, also ich glaube, in der Medizin gibt es viele Glaubenssätze, an denen auch beharrlich festgehalten wird oder die einfach nur schwer sind auszuräumen.
Und es ist einfach so das reichen Porsche-fahrendenen in Zahnarztes, das wir das haben, als Klischee, ja, und auch, dass wir alle Golf spielen, ist auch so ein Klischee. Also ich glaube, da haben wir viele Klischees. Und es ist ja auch so, Wenn wir in die Entscheiderposition gucken, dann sehen wir auch den Porsche fahrenden grauhaarigen Zahnarzt. Aber das entspricht halt nicht mehr immer der Realität.
Ja, weil in der Versorgung wird man sehen, wir werden immer weiblicher. Und hier gerade in Thüringen werden wir immer jünger und weiblicher. Und wir machen die Versorgung in den nächsten Jahren und die nächsten 20, 30 Jahren wird es hauptsächlich von jungen Frauen, die Kinder haben, ja, wird Zahnmedizin betrieben. Und dieses Klischee des porschefahrenden Zahnarztes muss sich einfach ändern, weil es entspricht nicht der Realität.
Es ist uns einfach nicht wichtig. Ja, wir legen da nicht so viel Wert darauf, uns in andere Dinge einfach wichtig also, dass wir ein ausgeglichenes Leben haben, dass wir Zeit für Familie haben. Und trotzdem finde ich es wichtig, Frauen zu empowern, sich auch zu engagieren, auch in der Politik, damit wir dort mehr junge Gesichter bekommen. Und das ist egal, ob sie weiblich oder männlich sind.
Wichtig ist Wir brauchen junge, frische Gesichter, die einfach für die jetzige Zeit stehen und nicht für die Vergangenheit, die nicht den Wandel einfach blockieren und sagen es muss alles so bleiben, sondern die auch wirklich sagen wir müssen mit Mut nach vorne schauen. Und ich habe von dir einen Satz gelernt, den finde ich total spannend, weil er so wahr ist.
Und zwar der geht darum wie schauen Männer oder Frauen als Amerikaner eigentlich auf den Erfolg? Ihre Praxis? Kannst du mir das so ein bisschen herleiten, Weil ich glaube daraus das sind einfach so viele tolle Aspekte, die sich daraus zusammen herleiten lassen. Das würde ich gerne noch ein bisschen besprechen. Männer werfen ja sehr gerne mit ihren Umsätzen um sich und gerade dann so unter sich wird dann auch schon mal so.
Ich habe jetzt letztes Jahr 3000000 Umsatz gemacht und ich bin ganz toll. Habe es endlich geschafft die 3 Millionen Marke geknackt. Darüber sprechen wir gar nicht so oft. Und wenn ich dann die Frage stellen, was 3 Millionen gemacht, wie ist denn deine Umsatzrendite dann gucken sie mich oft erst mal an, weil sie mit dem Wort gar nichts anfangen, weil sie gar nicht wissen.
Für mich bedeutet es einfach Ich will wissen Was bleibt von deinen 3 Millionen übrig? Wie viel steckst du von deinen 3 Millionen, die am Jahresende dann wirklich in die Hosentasche? Und wenn du nur eine Umsatzrendite von 5 % hast, ist das dann nicht mehr so viel? Und wir Frauen denken eher anders. Tatsächlich nicht Was haben wir? Sondern Was bleibt für uns am Ende übrig?
Und wenn das jetzt wirklich so ist, also wenn Männer mehr in Brutto denken und natürlich auch bruttostarke Leistungen eher nachfragen und auch hier Konzepte entsprechend bauen und Frauen eher netto denken und auch ihre Prozesse und ihre Praxis Konstrukte, so bauen, ist dann eigentlich ein Unterschied zwischen. Jetzt mal ganz ketzerisch gesagt Frauen und Männer Zahnmedizin und also könnte man den so beschreiben.
Und die Folgefrage daraus ist Welche Rolle spielt dann auch die Digitalisierung? Ja, Männer haben eher dieses Thema Vergleichen und Wettkampf. Also wer hat mehr, Größer, höher, schneller, weiter. Ich habe 20 Zimmer, ich habe, ich habe 25 Zimmer. Diese Themen haben wir Frauen nicht. Wir sind nicht so im Vergleich. Das heißt nicht, dass wir keine Praxen führen, die 20 Zimmer haben, nur wir posaunen es vielleicht nicht so nach außen.
Bei uns ist wichtig, dass wir mit den 20 Zimmern Geld verdienen und eine hohe Effizienz haben. Ich glaube, wir machen uns eher Gedanken Wie viel stecke ich rein und wie viel kommt raus. Und das Thema Umsatzrendite ist ein wichtiger Hebel. Und ich glaube auch, dass Frauen eher da wirklich drauf gucken und Digitalisierung hilft uns einfach, die KPIs zu tracken, zu schauen, wie ist meine Personalkostenquote, wie ist meine Quote, was die ausfälle angeht, wie ist meine Auslastung am Stuhl pro Minute?
Da hilft mir Digitalisierung, weil ich muss nicht mehr händisch ausrechnen, sondern ich leg ein Tool drüber und es gibt mir die Zahlen und ich gucke mir alle eins zwei Wochen diese Zahlen an und weiß dann, wo ich steuern muss. Und darum geht es ja dann eigentlich in der Zahnmedizin. Meine Hauptaufgabe in der Praxis ist nicht nur die Versorgung am Patienten, sondern ich steuere diese Praxis und das steuere ich auch mit Kennzahlen.
Wenn wir jetzt darauf gucken, was für uns auch in Deutschland oder auch Europa mit dem Thema Digitalisierung vornehmen das Thema EPA auf europäischer Ebene, europäischer Datenraum, dann geht es um Austausch von Daten, daraus Herleitung einer effizienteren Versorgung auch mehr in Richtung Prävention, auch interdisziplinärer in Deutschland. Aber das Thema primär als Prinzip aktuell und das sind ja schon eher, sage ich mal, die die Konstrukte, die genau in diese Richtung gehen.
Das sind die präventiven, die kollaborativen Sachen. In anderen Bereichen wird es vielleicht mehr Richtung Robotik gehen, wenn wir Richtung weniger schauen, Richtung Implantologie schauen. Da gibt es auch große Trends. Aber die Trends, in denen wir aktuell über Digitalisierung auf europäisch auf deutscher Ebene reden, da würden wir jetzt schon sagen, da spielt auch das Thema oder der Blick der Frauen eine große Rolle.
Und da hast du auch schon als gesagt, da sind die in den Gremien oft nicht vertreten. In diesen Rollen, in diesen Gremien kommen sie oft nicht vor. Wie können wir das Thema angehen und vor allen Dingen noch wichtiger und das habe ich auch so ein bisschen von die. Wir müssen das Thema auch besser Freimann, damit wir diese Gruppen noch besser abholen können.
Also wenn wir jetzt über Digitalisierung sprechen, müssen wir uns überlegen, was ist die Benutzergruppe und in Benutzergruppe wird in den nächsten Jahren weiblich sein übernehmen eigentlich? Ja, und wir haben einfach andere Bedürfnisse. Es muss für uns klar, ersichtlich und auf den Punkt sein und wir wollen uns auch dran beteiligen. Wir haben manchmal einfach wenig Zeit und ich glaube, manchmal macht es Sinn in die Praxen zu gehen.
Mit den Leuten in den Austausch zu gehen. Da kriegt man Feedback auch zu sehen, wo es klemmt und da zu sehen, wo kann ich dann unterstützen. Und dann ist es auch egal, wer diese Idee mitnimmt. Ja, und ich glaube auch, dass wenn wir Gruppen zusammenstellt, die an Themen arbeiten, dass man bewusst darauf achtet, dass genug weibliche Perspektive dabei ist.
Wie kommen wir an diese Zielgruppe ran? Ja, dann frag doch einfach den größten Verband an Zahnärztin und das ist dein Tipp. Ja, der sind wirklich. Er besteht fast nur aus Frauen und da kriegst du die Perspektiven. Wie wichtig ist die Effizienz der Zahnarztpraxis? Du Annex Also heute Morgen in meine Praxis kommen ist das erst mal gedacht war war wie groß aber als du wirklich im Behandlungszimmer stand das schon ganz schön klein.
Ja, und das ist einfach Effizienz. Ich habe ein kleines Zimmer. Ich verdiene auf einem kleinen Raum mein. Generiere ich meinen Umsatz? Ja, und habe ein großes Wartezimmer, weil ich halt viele Menschen auch habe. Hier. Aber ich habe mir darüber Gedanken gemacht. Wie groß muss ein Behandlungszimmer sein? Und ich habe mir die Gedanken gemacht und nicht das Symptom. Und ganz viel, was du hier siehst, ist entstanden, weil ich darüber nachgedacht hat, wie läuft der Prozess ab und wie läuft es täglich in meiner Praxis?
Auch die Wege hast du gesehen heute. Er ist ganz durchdacht, wie eine Mitarbeiterin hier läuft und den ganzen Tag. Thema Teilzeit ist natürlich was es ist. Auch in meiner Praxis arbeitet fast niemand in Vollzeit und es ist einfach auch so die Menschen achten mehr auf sich, auch auf ihre Bedürfnisse. Und ich finde das auch gar nicht schlecht. Auch ich liebe das so, dass ich auch nicht mehr 60 Stunden am Stuhl stehe, sondern wir teilen uns einfach auf.
Bedeutet aber auch, dass ich ein bisschen mehr Menschen brauche, wenn ich habe dadurch mehr Mitarbeiter aktuell um die 20, ja, die hier in Teilzeit arbeiten. Aber es ist eine Bedingung in der Praxis für jeden. Er muss mindestens ein Spätdienst machen, Das heißt bei uns bis 18:30. Ja, aber. Und dann kommt die Herausforderung Kinderbetreuung. Und auch da helfen wir, unterstützen wir und ich Challenge und dass ich es zum Beispiel mit meinen Mitarbeitern sage Ich zahle die Kita Gebühren komplett.
Ja, und damit du dein Kind auch gut und lange betreuen kannst, damit du hier arbeiten kannst, so viel wie du möchtest. Das heißt, in der modernen Familienversorgung ist es nicht nur ein Männer Frauenthema, es ist auch eine Generationenthema und dafür gemeinsame Lösungen zu finden. Und da gehst du voran, da hast du Lösungen entwickelt und kannst eigentlich auch zeigen, dass diese Lösungen wahrscheinlich auch in anderen Praxen sehr gut funktionieren würden.
Ja, und weil wir können ja immer sagen Ja, ja, die muss ihr Kind erziehen. Es ist ja meine Phase, die man hat im Leben. Es geht ja dann irgendwann auch mal, man muss seine Eltern pflegen. Ich glaube, darüber wird auch zu wenig gesprochen, weil wir wissen, dass wir in der Pflege ein großes Thema bekommen werden. Und es wird wahrscheinlich wieder auch bei den Frauen sein, die ihre Angehörigen pflegen.
Und dann kriegt man das gleiche Thema wieder dass man in Teilzeit arbeiten muss, weil man auch Angehörige hat, die man pflegt und genauso wie in der Kinderzahnmedizin dafür auch Konzepte entwickelt hast. Genauso werden wir auch für aufsuchende oder auch in zehn oder Pflegeheime weitere Konzepte mit entwickeln müssen. Auch dafür werden wir aber nicht sagen können ja, muss das tun.
Einfach Stunden arbeiten und auch dafür brauchen wir dann Konzepte, die die Anforderungen der heutigen Zeit gerecht werden. Und da hast du wie gesagt schon eine Blaupause gelegt. Aber gleichzeitig muss man sich natürlich auch in den anderen Bereichen mitentwickeln. Gibt es eigentlich Dinge, über die dich total ärgerst oder wo du sagst das muss man so nicht machen? Also ich ärgere mich ganz oft über unsere Jammerkultur, die wir perfekt entwickelt haben.
Wir sagen, wie schlimm das alles ist, wie schlecht es ist, wie schlimm es ist, Personal zu finden. Die Patienten, ja, wir haben so viel zu tun, Bürokratie und wenn ich das jeden Tag mantraartig wiederhole gegenüber meinem Vorbereitungsassistenten, warum soll er sich da niederlassen? Warum soll er dann in die Selbstständigkeit gehen, wenn es so schlimm und schlecht ist? Und das haben wir, glaube ich, in den letzten Jahren zu viel gezeigt, wie schlimm und Schlechtes.
Und dadurch sieht man, dass sich immer weniger Kollegen jetzt in die Selbstständigkeit wagen oder einfach eine Niederlassung machen, weil sie dann ja, warum sollte ich mir das dann auch antun? Und ich bin jemand, der eher in die positive Ecke guckt und positiv schaut und nicht jammert. Weil wenn ich hier jammernd in meine Praxis reingehe, fangen meine Mitarbeiter auch an zu jammern.
Das heißt, wir brauchen noch mehr positive Vorbilder und auch Konzepte, über die man sich austauschen kann, um zu zeigen Hey, es geht voran, es gibt Lösungen und da hast du ja nicht nur deine Praxis, sondern auch ein Netzwerk an Praxen geschaffen. Und das finde ich total spannend. Wie geht er da auch in den Austausch nach außen? Also wie zeigt ihr das der jungen Generation?
Also wir haben hier in Thüringen haben einen Frauen Stammtisch, der sind fast 60 Frauen mit Treffen sind nicht immer alle da, aber er kommt auch jedes Mal ein Thema mal auf den Tisch und dann wird drüber gesprochen. Und das Tolle ist, dass wir das Thema sagen, Ja, es geht uns auch so, das hilft uns auch. Wir geben uns das Gefühl, du bist nicht allein und mir geht es auch so und auch ich sage Mensch, habe ich auch in meiner Praxis.
Aber weißt du, was ich dagegen tue? Denn ich biete auch eine Lösung an und wir versteifen uns nicht in das Jammern und ziehen uns den Abend runter und sagen, wie schlecht es ist und auch mir auch, sondern sagen okay, du hast das Thema, ich habe, aber ich habe es so gelöst, ich habe es so gelöst und das der nach Hause geht mit neuen Ideen und Lösungen.
Erstens Gefühl bekommt er ist nicht alleine und ein Lösungsvorschlag. Einfach mal machen, einfach machen was ich mache. Ich gibt das eigentlich mein Wissen. Weitergeben ist etwas, was mir total liegt. Ich möchte, dass nicht jeder gleich die gleichen Stolpersteine hat, die ich hatte und mein Wissen mit anderen teilen. Ich bin Referentin. Das ist eine meiner Dinge, die ich in meiner Freizeit noch tue.
Neben der Praxis mein Wissen mit anderen teilen und Erfahrungen weitergeben und sie empowern und ermutigen. Das ist es, was eine meiner Leidenschaften auch ist. Neben der Kinderzahnheilkunde. Super, das merkt man. Rebekka, vielen Dank für den tollen Austausch. Danke, dass wir sagen durften Gerne. Wir kennen.
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Seniorenversorgung
Alexander Rinnert im Gespräch mit Dr. Michael Weiss
Hallo. Mein Name ist Alexander. Ich bin heute in der Praxis. Dr. Michael Weiß und wir wollen heute über das Thema Senioren Zahnmedizin und den demografischen Wandel sprechen. Dr. Weiß hat ganz eigene Perspektiven mit viel Erfahrung in dem Gebiet und ich freue mich sehr auf das Gespräch.
Michael. Stichwort demografischer Wandel. Das betrifft nicht nur die Patienten, das betrifft auch die ärztlichen Kollegen, die jetzt in Rente gehen. Wie siehst du, wie schaffst du es, das Thema Seniorenmedizin. Und ich weiß, du hast auch eigene Konzepte mitentwickelt. Was hast du für Ideen für die Zukunft? Ja, auch hier muss ich dir wieder Recht geben. Es ist so, dass dieser demografische Wandel natürlich schon lange bei unseren Kollegen zugeschlagen hat, so dass ganze Regionen fast keinen Nachwuchs mehr haben.
Aber diese älteren Kollegen, die jetzt eben leider ausscheiden, hatten natürlich den großen Vorteil, dass die unseren Patienten stammen mit betreut haben. Die sind praktisch zusammen alt geworden und da ging es gar nicht so sehr um das Thema, wie die betreut werden, weil die sind auch organisch reingewachsen die Situation. Wir haben aber Patienten mit Lernen gesehen und es hat sich so entwickelt und das war eine sehr schöne Bindung.
So, und jetzt fallen die Kollegen weg und jetzt kommen junge Kollegen, die teilweise ja gar nicht, bisher jedenfalls nicht in diesem Bereich überhaupt ausgebildet worden sind. Das ändert sich jetzt mit der neuen Approbationsordnung. Aber diese Kollegen müssen jetzt diesen Part übernehmen und springen praktisch ins kalte Wasser. Wobei der Bedarf natürlich ganz anders ist als früher. Der ist jetzt nicht so gut, das kommt noch hinzu.
Da kommt diese Dynamik noch in den ganzen Markt rein, das wir ja es hier in meinen, auch mit der größten Herausforderung, die die Zahnmedizin überhaupt jemals hatte zu tun haben. Wir haben müssen uns über vier 5 Millionen Patienten unterhalten, die vom Radar der Zahnärzte verschwunden sind, weil sie durch die Immobilität nicht mehr die Praxis aufsuchen können. Sie sind verschwunden, weil sie nicht mehr in die Praxis kommen und die Zahnärzte kommen.
Aber von alleine in die Häuslichkeit. So ist es ganz genau. Und da müssen wir jetzt dran arbeiten, dass das besser wird, weil dieser Markt oder diese Patienten, besser gesagt können das sogar einfordern. Sie haben sogar ein gesetzliches Anrecht auf Versorgung in der Situation und wir können das gar nicht erfüllen. Das muss man ehrlicherweise mal so sagen. Und deswegen ist es wichtig, dass dieses Thema alter Zahnmedizin wirklich nach vorne gebracht wird, thematisiert wird.
Ich kenne Kollegen, die sagen, man soll nicht Alter sagen wir sagen, das wäre schon wieder ein bisschen verbraucht. Dann sagt man Senioren Zahnmedizin. Du sagst auch, es fehlt auch an einem Image, das junge Kollegen wirklich dazu bringt, sich diesem Zukunftsmarkt wirklich auch zu widmen. Vielen Dank für diese steife Vorlage. Selbst unser Präsident der Bundes Zahnärzte Kammer. Bei seinen Äußerungen merkt man, wie er hin und her laviert zwischen alter Zahnmedizin, Senioren, Zahnmedizin, Pflege, Zahnmedizin.
Und alle drehen sich um diesen Brei. Es ist ganz wichtig in der heutigen Zeit für die jungen Leute. Das Ganze muss schön sein, muss appetitlich sein. Keiner möchte sich gerne um all das Zahnmedizin kümmern und wir brauchen gar nicht weit gucken. Die Mediziner, bei denen gab es ja auch schon immer ein Facharzt für Altersmedizin. Bei denen heißt der einfach jetzt Das ist, dass er Facharzt für Anti Aging Medizin ist.
Und schon klingt das Thema anders und wird akzeptiert. Und es hat einen enormen Rang in diesem Bereich gegeben. Das heißt, die Verpackung ist heute eminent wichtig. Und deswegen bin ich dafür, diesen Bereich pro Zahnmedizin zu nennen, weil Anti Aging. Wir können nichts gegen das Alter machen, wir können es nur positiv begleiten. Und das ist eigentlich auch das, was ich verfolge.
Diesem Personenkreis, der ein wirklich spannendes Leben hinter sich gebracht hat, der uns unsere Möglichkeiten gegeben hat, den müssen wir jetzt auch was zurückgeben und sie vernünftig aus unserer Position, ja Zahnärzte zu versorgen. Und deswegen ist es nicht nur ethisch eine große Aufgabe, sondern eben auch demografisch eine große Aufgabe. Und ich glaube, wenn man die Daten mal richtig den Kollegen präsentiert, dann erkennt man schnell, dass es hier eine ethisch, aber auch betriebs wirtschaftlich sehr lohnende Aufgabe ist, sich um dieses Thema zu kümmern und in der Umsetzung mitzumachen.
Gerade jetzt, vor dem Hintergrund der Budgetierung, der Reglementierungen in der Abrechnung, öffnet das einen Bereich, wo es den Praxen wieder etwas besser gehen könnte. Das heißt, es gibt einen Zukunftsmarkt für Sie. Schon heute, rechnet in Zukunft aber nur Steigen wird. Welche Rolle spielt dann für dich einmal die Ausbildung und auch das Thema Digitalisierung, damit dieser Zukunftsmarkt wirklich auch wirtschaftlich für die Praxis gut erschlossen werden kann?
Also dieses Thema Ausbildung liegt mir wirklich sehr am Herzen, weil wie ich schon sagte, bisher wurde da ja in diesem Bereich dieser Bereich, wo der stiefmütterlich behandelt. An den Universitäten kannte man nichts. Es gibt nur eine Handvoll, sag ich mal Witten, Greifswald, Köln. Viel mehr fallen einem da schon nicht ein, die sich ein bisschen drum gekümmert haben, aber letztendlich muss müssen wir mit der Zahl der Kollegen wirklich unheimlich nach vorne kommen.
Ich vergleiche das immer gerne mit einem Waldbrand, da nützt es auch nichts, wenn ich dann mit drei Feuerwehrleuten und Eimer Wasser komme. Wenn ich vier, 5 Millionen Leute behandeln muss, dann brauche ich auch eine echte Manpower. Dafür, um das umzusetzen. Und nach meinen Kalkulationen ist es so, dass wir 15 % unserer Praxen als Schwerpunktpraxen bräuchten für Zahnmedizin, um diesen Bedarf einigermaßen zu decken, ähnlich wie es eben Oral Chirurgen gibt.
Wie es Kieferorthopäden gibt, muss es eben eine Praxis mit Schwerpunkt pro Zahnmedizin geben. Dann werden wir auf den richtigen Weg. Das heißt einen Versorgungsauftrag und muss eine enorme Transformation dann eigentlich leisten. Wir haben das So wäre 15 % Schwerpunktpraxen. Du hast aber auch gerade gesagt, Pro-Age bedeutet nicht nur für dich ganz am Ende im Pflegeheim, sondern das ganze Thema ganzheitlich von vornherein als Berater Zahnärzte.
Kannst du das ein bisschen so deine Vision für sag jetzt mal ein pro aktives also auch in der Zahnmedizin beschreiben. Also ganz wichtig gut, dass du das ansprichst. Es geht jetzt bei der Zahnmedizin nicht alleine um die zunehmende Betreuung, die natürlich technisch und logistisch eine wahnsinnige Herausforderung ist, weil wir keine Industrie im Nacken haben wie andere Fachbereiche. Das fängt schon in der normalen Praxis an, dass die Leute eben langsam altern und wir da schon drauf achten müssen, dass die Mundsituation angepasst wird, dass der Zahnersatz altersgerecht umstrukturiert wird, dass die räumlichen Kontrollen enger zu erfüllen sind, dass wir die Angehörigen mit ins Boot holen usw. das muss schon in der Praxis aufgebaut werden.
Also pro Zahnmedizin ist ein deutlich breiter Bereich, betrifft nicht nur die Versorgung in Pflegeeinrichtungen, denn dann kommt ja noch hinzu die der Hausbesuch. Das ist ja noch mal eine Nummer schwieriger und auch da sind wir eigentlich in der Pflicht, unseren Obulus zu leisten. Also man erkennt, das ist ein wahnsinnig großer Bereich, in dem sich jeder ausbreiten kann und zwar auch gewinnbringend ausbreiten kann.
Das heißt, wir haben eine Win-Win Situation für den Patienten, für die Angehörigen und auch für die Praxis. In den letzten zehn, 15 Jahren hat sich sehr viel in Richtung Ästhetik entwickelt. Ich sage jetzt mal Small Design und weniger ist usw. Glaubst du, das ist so etwas, dass man sagt okay, ich kann proaktiv mehr für die Ästhetik tun?
Und ich sage okay, jetzt auf den größeren wachsenden Markt und sagt, ich kann zukünftig auch für eine ganz andere Gruppe noch mehr Richtung Gesundheit tun über das, was ich normalerweise ich leiste oder wie? Wie siehst du diesen diesen Trend? Wie würdest du sagen, wie bringt man diesen Trend so auf den Punkt, damit die Leute sagen ja vom Image her, dass das möchte ich mal!
Also es ist so ich finde, ein Zahnarzt muss von Hause aus erst mal ein Generalist sein und ich muss die normalen Sparten Consent, Opa usw. vernünftig bedienen können, um mich dann eben unter Umständen auf Small Design und diese ästhetischen Sachen oder eben die Zahnmedizin raus zu spezialisieren. Aber letztendlich ist das hier wieder wichtig, dass wir befundbezogen und sie Patienten angucken.
Deswegen haben wir uns Berater Zahnärzte genannt, weil für mich steht die Beratung für diesen einen speziellen Patienten im Vordergrund und nicht, was ich gerne machen möchte. Was ich gerne kann oder so, sondern ich muss den richtigen Weg für den Patienten finden. Und da kann es durchaus sein, dass ich den sogar mal zum Kollegen überweisen muss, weil der es besser macht als ich.
Und das Ziel ist Ich brauche einen zufriedenen, richtig versorgten Patienten, deswegen Berater, Zahnärzte und insofern ist das eine Kombination. Ich muss in diesen Gebieten zu Hause sein und es schließt sich nicht aus. Auf gar keinen Fall. Natürlich ist es so und in der Praxis Zahnmedizin. Spät spielt die Ästhetik ein etwas untergeordnete, weil wir da andere Prioritäten zu setzen haben.
Das ist ganz eindeutig. Aber auch wieder andere Mittel, andere Mehrwerte, die über das klassische klassische Zahnmedizin hinausgehen. Das ist absolut, weil wir müssen unheimlich viel improvisieren und versuchen, eine Lösung zu finden, die häufig jenseits vom Lehrbuch ist, Sondern wir müssen gucken, Was dient diesen Patienten? Wie kann ich das an ein Bett umsetzen und solche Sachen. Und da ist es eben besonders wichtig, dass ich das nur schaffe, wenn ich ein Portfolio aus Maßnahmen habe, aus meiner früheren Arbeitszeit, wo ich mir Sachen herausgreifen kann, die ich für den Patienten anpassen kann.
Als Newcomer fällt einem das schwer Und deswegen erst Generalist und dann da aufbauen, was man. Ausblick in zehn Jahren die ganzen Herausforderungen. Jetzt haben wir also jetzt einfach nur zum Abschluss Ja, wie stellst du dir das vor? Also dieses Thema wird die Zahnmedizin wirklich sehr stark durchdringen müssen. Zwangsläufig. Und ich glaube, es wird so ähnlich sein. Und ich hoffe, dass es besser laufen wird wie damals mit der Prophylaxe oder Sprachgeschichte.
Als ich in den Beruf kam, da redete keiner über Prophylaxe. Als ich da in die Praxis kam, da hieß es ja, da geht es um Diamanten über einen Zahnstein und dann ist das weg. Da ging es nur ums Präparieren, sonst gar nichts. Und wie viele Jahre hat es gedauert, bis sich die Prophylaxe in den Praxen richtig etabliert hat?
Und den gleichen Weg sehe ich für die Zahnmedizin und hoffe bei Gott, dass das viel schneller geht, weil wir müssen es schneller lösen. Das Problem und dazu sind alle aufgefordert, die Kollegen sich für dieses Thema zu interessieren. Wir brauchen die Unterstützung unserer Kammern. Unser KZ VN, Wir müssen mit den Pflegeeinrichtungen, Zusammenarbeit mit den Pflegedienst usw. Das ist ein Riesenwunsch, der sich an einen Tisch setzen muss, damit wir dieses Thema nach vorne bringen.
Aber deswegen auch unheimlich interessant. Ja, es ist eine schöne Gesundheitspolitik. Wir haben kein Erkenntnisrennen, Umsetzungsprobleme. Das sage ich auch. Und ich glaube, das ist ein guter, guter Schlusspunkt. Vielen Dank, Michael, für deine tollen Einblicke und voller Versprechen. Komponistinnen ist alles Gute!
Statement André Wiersig
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Ich bin André Wiersig, Extremschwimmer, Botschafter der Ozeane und hier in meiner Rolle als Botschafter für BFS unterwegs ja BFS und ich, wir haben einfach viel gemeinsam. Mut, Leidenschaft, aber vor allen Dingen die Mentalität des Machens. Und deswegen haben wir uns dieses spannende Projekt überlegt: André taucht ein.
Wir tauchen ein, besuchen Praxen, sprechen einfach über die aktuellen Herausforderungen und versuchen im Gespräch Lösungen abzuleiten. Und ihr seid herzlich eingeladen mitzumachen. Was bewegt euch? Was sind die Themen, die euch beschäftigen? Meldet euch und wir geben euch eine Stimme.
André x BFS
Wer große Ziele für das Gesundheitssystem von morgen hat, sollte sich von jemandem inspirieren lassen, der Unglaubliches erreicht.
Das Team
Jessica Hanneken
Mitglied der Geschäftsleitung und erfahrene Juristin: Sie sorgt dafür, dass wir die richtigen Ansätze wählen, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern.
André Wiersig
Außergewöhnlicher Extremschwimmer und UN-Botschafter, der mit seiner Entschlossenheit und seinem unermüdlichen Einsatz begeistert. Als BFS-Markenbotschafter nutzt er sein Engagement, um die Herausforderungen der Dentalbranche zu entdecken.
Alexander Rinnert
Er ist ein Experte für Investment und Strategie im Gesundheitswesen und bringt wertvolle Einblicke und Lösungen mit, die die Branche voranbringen.