Politik und Recht
ePA kompakt: Teil 3.
Nutzung durch Patient:innen
Wie können Patient:innen die ePA nutzen und welche Rolle spielt die Aufklärung? In diesem Artikel erfährst du, wie Patient:innen ihre Daten selbst bearbeiten können, wie viele die ePA tatsächlich nutzen werden und warum die Aufklärung eine zentrale Rolle spielt.
Können Patient:innen selbst Daten hinzufügen oder ändern?
Ja, Patient:innen können Dokumente und medizinische Daten wie Röntgenbilder oder Impfdaten in ihre ePA hochladen. Änderungen an bestehenden medizinischen Daten dürfen jedoch nur von Ärzt:innen oder Gesundheitsdienstleister:innen vorgenommen werden.
Wie viele Patient:innen werden die ePA tatsächlich nutzen (Prognose)?
Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom vom November 2023 gaben 60 % der Befragten an, die ePA „auf jeden Fall“ oder „eher“ nutzen zu wollen. Das Bundesgesundheitsministerium strebt an, bis Ende 2025 80 % der gesetzlich Versicherten mit einer ePA auszustatten. Eine Trendumfrage der Hamburger Kommunikationsberatung The Medical Network schätzt, dass nur etwa 5 % der Versicherten aktiv der Nutzung widersprechen werden.
Welche Rolle spielt die Aufklärung der Patient:innen zur ePA?
Die Aufklärung ist entscheidend für die Akzeptanz und Nutzung der ePA.
Laut § 291a SGB V sind Ärzt:innen dazu verpflichtet, Patient:innen über die Nutzung der ePA zu informieren und sie bei Bedarf auch bei der Einrichtung und Nutzung zu unterstützen.
Wie verständlich ist die ePA für weniger technikaffine Patient:innen?
Für ältere oder weniger technikaffine Patient:innen kann die Nutzung der ePA eine Herausforderung darstellen, da die Technologie und Prozesse oft komplex wirken. Zwar wird die Benutzeroberfläche der ePA zunehmend benutzerfreundlicher, dennoch können Funktionen und Datenschutzverständnis für diese Gruppe schwierig sein.
Wie zuverlässig sind die Daten in der ePA, wenn Patient:innen bestimmte Einträge ausblenden können?
Die Zuverlässigkeit der Daten in der ePA kann beeinträchtigt werden, wenn Patient:innen bestimmte Einträge ausblenden oder den Zugriff auf bestimmte Informationen einschränken. Während die ePA die Vollständigkeit und Aktualität der medizinischen Daten sicherstellt, können durch selbst gesetzte Einschränkungen wichtige Informationen fehlen, die für eine fundierte Behandlung erforderlich sind.