Politik und Recht
ePA kompakt: Teil 2. Integration in die Praxis
Wie integrierst du die elektronische Patientenakte (ePA) erfolgreich in deine Praxis? In diesem Artikel erfährst du, welche technischen Anforderungen wichtig sind, wie dein Praxisteam optimal geschult wird und welche Sicherheitsmaßnahmen du beim Umgang mit der ePA beachten musst.
Wie wird die ePA in die Praxisverwaltungssysteme integriert?
Für die Integration der elektronischen Patientenakte (ePA) benötigen Praxisverwaltungssysteme (PVS) einen Konnektor, der das PTV4-Protokoll unterstützt. Alle drei zugelassenen Hersteller – secunet, RISE und CompuGroup Medical (CGM) – bieten bereits die erforderlichen Updates an. Diese Updates ermöglichen den Zugriff auf die ePA und eine nahtlose Kommunikation mit der Telematikinfrastruktur.
Die ePA wird direkt in die Benutzeroberfläche des PVS eingebunden. Das bedeutet, dass Praxismitarbeitende ohne zusätzliche Programme oder Webseiten direkt auf die ePA zugreifen können. Zu den grundlegenden Funktionen gehören das Abrufen von Dokumenten, das Hochladen von Befunden und Arztbriefen sowie das Einsehen der Medikationsliste. Der Zugriff erfolgt intuitiv – nach dem Einstecken der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sind die ePA-Daten automatisch verfügbar.
Welche technischen Anforderungen müssen erfüllt werden?
Die Voraussetzung für den ePA-Zugang ist der sogenannte Konnektor, ein Hardwaregerät, das die sichere Datenübertragung zwischen PVS und der Telematikinfrastruktur gewährleistet. Das PVS muss außerdem ePA-kompatibel sein, was bedeutet, dass entsprechende Software-Module zur Verfügung stehen müssen. Diese ermöglichen es, ePA-Daten zu lesen, zu speichern und zu verwalten – ohne dass zusätzliche Programme oder Webseiten erforderlich sind.
Praxen benötigen außerdem ein Kartenlesegerät für die eGK, das als Zugang zur ePA dient.
Schulungen und Unterstützung bei der Implementierung
Ja, es gibt umfangreiche Schulungen zur Einführung der ePA. Die gematik, die KBV sowie weitere Praxissoftware-Anbieter bieten vielfältige Programme an. Beispielsweise führte die gematik am 4. Dezember 2024 eine Online-Veranstaltung durch, in der die ePA-Integration in PVS vorgestellt wurde. Dabei konnten die Teilnehmenden direkt mit Systemherstellern in virtuellen Sessions sprechen. Die KBV bietet außerdem eine zertifizierte Online-Fortbildung zur ePA an, die rechtliche, technische und praktische Aspekte abdeckt.
Wie funktioniert die Anmeldung und Authentifizierung der ePA?
Die Nutzung der ePA erfordert die elektronische Gesundheitskarte (eGK), die Patient:innen von ihrer Krankenkasse erhalten. Diese Karte dient nicht nur der Identifikation vor Ort, sondern ist auch der Schlüssel zur digitalen Patientenakte. Die eGK enthält eine persönliche Identifikationsnummer (PIN), die in Verbindung mit einer speziellen App für die Anmeldung verwendet wird. Der Anmeldeprozess umfasst eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Nachdem Patient:innen ihre PIN eingegeben haben, erhalten sie einen Bestätigungscode per SMS oder über eine App.